In der Presse



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27.12.2007

Herrin über EU-Milliarden

Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments haben sich in den Heimaturlaub verabschiedet. Doch für die EU-Parlamentarierin Jutta Haug (SPD) gibt es zum Jahreswechsel keine Arbeitspause.


Sie wird viele Stunden zu Hause am Schreibtisch verbringen müssen.
Der 56-jährigen Hertenerin ist Ende dieses Jahres die Aufgabe der "Generalberichterstatterin für den Haushalt 2009" übertragen worden. Wenn sie Anfang Januar nach Brüssel zurückkehrt, muss Jutta Haug Leitlinien für den EU-Etat 2009 ausgearbeitet haben.
Jutta Haug - Herrin über einen 130-Milliarden-Euro-Haushalt? Nicht ganz. Der EU-Haushalt ist letztlich ein Kompromiss zwischen dem Parlament, der Kommission und dem Europäischen Rat, dem die Staats- und Regierungschefs angehören. Doch die Hertenerin wird bei allen Verhandlungsrunden mit am Tisch sitzen und die Positionen des Haushaltsausschusses, dessen Mitglied sie ist, und des EU-Parlaments vertreten.
In jedem Fall wird der EU-Haushalt 2009 Jutta Haugs Handschrift tragen. Dort, wo Mittel frei sind oder umgeschichtet werden können, will sie dem Klimaschutz Rechnung tragen. Das sei ganz klar der Schwerpunkt der von ihr zu entwickelnden Leitlinien, sagt sie. Die EU dürfe bei diesem Thema keine Zeit mehr verlieren.
Die SPD-Politikerin sieht viele Ansätze. Sie möchte die Umweltprogramme stärken, Geld in die Erforschung alternativer Energieversorgung stecken oder Unternehmen, die auf eine umweltfreundliche Produktion umstellen, mit günstigen Krediten helfen. Investitionen in die Umweltbildung hält sie ebenso für sinnvoll wie die Unterstützung von Entwicklungsländern bei einer klimaschonenden Lösung ihrer Energieprobleme.
Doch als erstes muss Jutta Haug die europäische Politik von ihren Zielen überzeugen. Wenn am 7. Januar 2008 die Arbeit in Brüssel wieder anläuft, stehen schon die ersten Gespräche an. Sie muss alle Fraktionen und alle Fachausschüsse für ihre Vorstellungen gewinnen und will am Ende eine Beschlussvorlage auf den Tisch legen, die vom gesamten EU-Parlament mitgetragen wird. Gute Vorschläge allein reichen da nicht, weiß Jutta Haug. "Man muss reden, reden und nochmals reden."
Doch die Hertenerin hat sich in Brüssel mittlerweile eine Namen gemacht. Seit 1994 gehört sie dem Haushaltsausschuss an, bereits im Jahr 2000 konnte sie sich als Generalberichterstatterin im EU-Parlament bewähren. Jutta Haug: "Ich habe mir eine Reputation erarbeitet, die mir jetzt sicherlich hilfreich ist."

Recklinghäuser Zeitung, Recklinghausen / Emscher-Lippe, Redakteur Michael Wallkötter, 27.12.2007



08.12.2007

Lösung für Rollis in Omnibussen

Die für Gladbeck zuständige Europaabgeordnete Jutta Haug (SPD) aus Herten will sich für eine flexible Lösung stark machen, um Rollstuhlfahrern die Benutzung von Linienbussen so leicht wie möglich zu machen.


Dabei müssten allerdings auch die notwendigen Sicherheitsinteressen berücksichtigt werden. Das erklärt Jutta Haug in einer Antwort auf einen Brief von Landrat Jochen Welt (SPD). Der hatte sich an die Europaabgeordnete gewandt, nachdem Kritik an einer EU-Richtlinie aufgekommern war (die WAZ berichtete). Nach der strittigen Richtlinie kann in Bussen, die jünger als Baujahr 2005 sind, nur noch jeweils ein Rollstuhlfahrer mitgenommen werden.

Die Hertenerin stellt in ihrem Schreiben klar, dass nicht generell in jedem Bus neueren Typs nur ein Rollstuhl befördert werden dürfe, sondern dass die Zahl jeweils durch einen Eintrag in die Fahrzeugpapiere geregelt sei - es könne indes auch nur einer sein. Das trifft auf die neueren Busse der Vestischen jedenfalls zu, die mit Piktogrammen entsprechend gekennzeichnet sind (weißer Rollstuhl auf blauem Grund mit dem Zusatz "1X").

Jutta Haug regte an, durch ausklappbare oder herausnehmbare Sitze oder durch einen Service mit rollstuhlgerechten Taxen Lösungen anzubieten. Die Europaabgeordnete Jutta Haug will sich kümmern.

WAZ, Lokales, 08.12.2007



08.12.2007

Mehr Geld für Bildung

Die Europaabgeordnete Jutta Haug (SPD) möchte Agrarsubventionen reduzieren und das Geld stattdessen lieber für Forschung und Bildung ausgeben, erklärte sie gestern bei einem Besuch des Heinrich-Heine-Gymnasiums.


60 Schüler aus einem Leistungskurs und zwei Grundkursen Sozialwissenschaften stellten dem Mitglied des EU-Haushalts-ausschusses Fragen, um der gefühlsmäßig entfernten EU etwas näher zu kommen.

Haug argumentierte, dass die Ausgaben für den Agrarbereich rund 45 Prozent des gesamten Haushalts ausmachten. Das würde sie gerne ändern. Zufrieden zeigte sie sich dagegen bezüglich des Reformvertrages der EU, der nun am Donnerstag, 13. Dezember, in Lissabon unterzeichnet und bis Mitte 2009 von allen Mitgliedsstaaten ratifiziert werden soll. "Inwiefern ist der Reformvertrag mit der vorherigen Verfassung vergleichbar?", fragt ein Schüler. In der abgelehnten Verfassung seien staatliche Symbole - Flagge und Hymne - festgehalten worden. Das habe man nun gestrichen. Auch sei der Text zur Charta der Grundrechte in der EU im Reformvertrag nicht zu lesen. Dagegen sei der Teil zu den EU-Finanzen identisch mit dem des ersten Entwurfs. Die Reform sei wichtig, der Begriff Verfassung jedoch unglücklich gewesen.

"Ich bin froh, dass wir von der halbjährlichen Ratspräsidentschaft wegkommen", betont Haug. "Das ist ein Wahnsinns-Aufgalopp." Bereits vor der Deutschen Ratspräsidentschaft in diesem Jahr sei jeder Minister nach Brüssel gekommen. Die Deutsche Ratspräsidentschaft sei dabei nicht "uneffektiv" gewesen. Haug lobte Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich in der Funktion der EU-Ratspräsidentin für die Reform eingesetzt habe.

Haug wünscht sich, dass die EU nicht mehr erweitert wird. Sie könne sich noch vorstellen, dass der Balkan, die Schweiz oder Norwegen beitreten. Dann sei man aber an den geografischen Grenzen der EU angekommen. Sie sei gegen einen Beitritt der Türkei, der Ukraine oder Weißrußlands. Das Ganze müsse ja noch zu handhaben sein.

Ein Schüler will von Haug wissen, die auch im Umweltausschuss vertreten ist, wie sie zur Kernkraft steht. "Die Mehrheit des Europäischen Parlaments ist dafür. Ich bin Kernkraft-Gegnerin. Als wir noch 15 waren, waren wir kurz vor der Mehrheit." Doch die neuen Mitglieder wollten die Kernenergie nutzen. Die Europaabgeordnete Jutta Haug sprach mit Schülern der Oberstufe des Heinrich-Heine-Gymnasiums.

WAZ, Lokales, 08.12.2007



15.11.2007

Entscheidung im Morgengrauen

Aufstehen um 6 oder um 6.30 Uhr? Das ist hier die Frage. Die erste wichtige Entscheidung des Tages trifft Jutta Haug bereits in den Morgenstunden.


Werden die Haare gewaschen, geht's um sechs aus den Federn, belässt es die Europaabgeordnete beim Styling, reicht 6.30 Uhr.

Gegen halb acht geht es im Auto ins Brüsseler Verkehrschaos Richtung Parlament. Eine halbe Stunde später schließt die Chefin ihre Bürotür auf und wälzt rund eine Stunde lang Tageszeitungen. Selbstverständlich darf auch der Blick in die heimische WAZ-Ausgabe "Unser Vest" nicht fehlen. Auch das Kaffeekochen ist im Büro der Abgeordneten zumeist Chefsache.

Ihre zwei ständigen Mitarbeiterinnen Katja Standke und Stefanie Lampe kommen erst später. Telefonate werden zumeist schon am Morgen und lautstark geführt. "Meine Mit-arbeiterinnen sagen immer, dass ich die Entfernung mit meiner Lautstärke zu überbrücken versuche", lacht Haug. Um 9 Uhr macht sie sich auf den Weg in den Haushaltsausschuss - wichtige euroapolitische Entscheidungen sind zu treffen. Selbstverständlich stets mit Blick auf ihre Zuständigkeitsbereiche. "Das habe ich immer im Hinterkopf", sagt die SPD-Frau.

Nachmittags Arbeitsgruppen der SPD, später Sitzungen der Ausschüsse, nicht selten Gespräche mit Lobbyisten, Direktoren oder auch Mitarbeitern aus den Ministerien komplettieren den langen Arbeitstag der Europaabgeordneten. "Es kommt aber auch vor, dass noch Diskussionsrunden oder andere Termine am Abend anstehen", sagt Jutta Haug. Und dann gibt's ja auch noch Privates, das Spaß macht. . .

WAZ, Lokales, Vest, 15.11.2007



09.11.2007

Haare waschen oder nicht

Aufstehen um 6 Uhr oder um 6.30 Uhr? Das ist hier die Frage. Die erste wichtige Entscheidung des Tages trifft Jutta Haug bereits in den Morgenstunden.


Werden die Haare gewaschen geht's um sechs aus den Federn, belässt es die Europaabgeordnete beim Styling, reicht 6.30 Uhr. Gegen halb acht geht es im Auto ins Brüsseler Verkehrschaos Richtung Parlament. Eine halbe Stunde später schließt die Chefin ihre Bürotür auf und wälzt rund eine Stunde lang sämtliche Tageszeitungen. Selbstverständlich darf auch der Blick in die heimischen Gazetten nicht fehlen. Auch das Kaffeekochen ist im Büro der Europaabgeordneten zumeist Chefsache. Ihre zwei ständigen Mitarbeiterinnen Katja Standke und Stefanie
Lampe kommen erst später. Telefonate werden zumeist schon am Morgen und lautstark geführt. "Meine Mitarbeiterinnen sagen immer, dass ich die Entfernung mit meiner Lautstärke zu überbrücken versuche", sagt Haug und lacht. Um 9 Uhr macht sie sich auf den Weg in den Haushaltsausschuss, wichtige europapolitische Entscheidungen sind zu treffen. Selbstverständlich stets mit Interessenvertretung ihrer Zuständigkeitsbereiche. "Das habe ich immer im Hinterkopf", sagt das Mitglied der SPD. Beim anschließenden Mittagessen in der Parlaments-Kantine werden sowohl politische Themen, als auch private Angelegenheiten aufgegriffen. Häufig steht mit dem "leckere Salatteller" etwas Leichtes auf dem Speiseplan. Um 14 Uhr nimmt die Hertenerin, abhängig von der Tagesordnung, an den Arbeitsgruppen der Sozialdemokraten teil. Im Anschluss tagen Ausschüsse, in ihrem Fall Haushalt und Umwelt bis 18.30 Uhr. Gespräche mit Lobbyisten, Direktoren oder auch Mitarbeitern aus den Ministerien lassen den langen Arbeitstag der Europaabgeordneten dann zumeist ausklingen. "Es kommt aber auch vor, dass noch Diskussionsrunden oder andere Termine am Abend anstehen", sagt Jutta Haug. Fortan wird aber wohl eher das Sticken der Adventskalender den Feierabend der 56-Jährigen bestimmen. Schließlich wollen ihre vier Enkelkinder am 1. Dezember das erste "Päckchen" öffnen.

WAZ, Lokales, 09.11.2007



09.11.2007

Gaumenkitzel, der nicht dick macht

Dass ein Mittagessen nicht tiefgefroren aus der Tüte kommt, ist für viele Kinder die größte Überraschung.


Wenn Heinrich Wächter sich mit seinen Mini-Köchen an den Herd stellt, müssen manche ganz grundlegende Dinge lernen. Wie fühlt sich frisches Gemüse an, wie riecht es, wie schmeckt es und wie bereitet man es zu?
Für Donnerstag, 8. November, hat die Europäische Kommission den "Tag für gesunde Ernährung und gesundes Kochen" ausgerufen und startet das Projekt "EU-Minichefs". In 17 europäischen Ländern zeigen Profi-Köche dabei dem Nachwuchs, wie man sich ausgewogen ernähren kann.
Heinrich Wächter (57), Fachlehrer am Berufskolleg Königstraße Gelsenkirchen und Ausbilder für angehende Köche und Restaurantfachleute, ist einer von mehr als 4000 Köchen in Europa, die sich in der Vereinigung Euro-Toques zusammengeschlossen haben. Sie werben für eine gesunde Lebensweise mit natürlichen Produkten von hoher Qualität, die fachkundig zubereitet werden oder kurz gesagt: Für ein gutes Leben durch gutes Essen.
Für die heimische EU-Abgeordnete Jutta Haug (SPD) gehört es zu den wichtigen Aufgaben der Union, die nächste Generation gesund aufwachsen zu lassen. "Und wir in Deutschland können dafür ein gutes Beispiel setzen. Wenn in Wohlstandsländern Kinder mangelernährt sind, weil sie zu viel und zu ungesund essen, ist es dringend nötig, schlechte Gewohnheiten abzulegen."
Heinrich Wächter, hat unterdessen zahlreiche Mini-Köche auf den gesunden Gaumenkitzel gebracht. Seine Kochkurse öffnet er bewusst schon für Vierjährige. "Man merkt ganz schnell, welches Kind sich ein bisschen in der Küche auskennt", weiß der Lehrer. Sprösslinge aus Haushalten, in denen warme Mahlzeiten regelmäßig mit frischen Zutaten gekocht werden, sind meistens bereit, zu probieren, was sie nicht kennen. "Diese Kinder können sich mit Lebensmitteln beschäftigen, interessieren sich für Zubereitungsarten." Wächst der Nachwuchs daheim mit Fertiggerichten und Fastfood auf, ist er neuen Genüssen gegenüber nach Wächters Erfahrungen eher skeptisch. "Die sagen sofort: ,Das esse ich nicht. Und wollen meistens erst gar nicht probieren." In Kochkursen versucht der Profi, bei den Nachwuchsköchen alle fünf Sinne anzusprechen. Er geht in Schulen, kocht mit Kindern in Ferienclubs und auf Messen, wie auf der "eatn STYLE", die es vom 16. bis 18. November in den Kölner Messehallen brodeln lässt. Anfang Dezember ist dann ein Mini-Chef-Kochkurs im Gelsenkirchener Berufskolleg geplant.
Um Kinder zu begeistern, lässt sich Wächter viel einfallen. Er lädt in die "Teufelsküche" ein oder unternimmt unter dem Titel "Rattenscharf das Ratatouille" einen kulinarischen Ausflug ans Mittelmeer. Und keine Bange, dass es nicht schmeckt. Wächter legt Wert auf gesundes Essen. Aber die kleinen Kochkünstler dürfen auch Fantatörtchen backen und ohne schlechtes Gewissen genießen.

Quelle: Recklinghäuser Zeitung, Recklinghausen / Emscher-Lippe, Redakteurin Martina Möller, 09.11.2007



03.11.2007

Symbol des Lebens

"Chance to Change", das ist der Titel des siebten europäischen "Ziel1Kunst-Workshops" mit Künstlerinnen und Künstlern aus fünf EU-Staaten.


Erika A. Schäfer ist Künstlerin aus Castrop-Rauxel, seit dem Kindesalter beschäftigt sich die heute 57-Jährige mit diversen künstlerischen Projekten. In der Regel sind Fotografien ein wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeit.

Seit vielen Jahren pflegt Schäfer eine Freundschaft zu Jutta Haug, die als (SPD-)Europaabgeordnete unter anderem für den Kreis Recklinghausen ihren Sitz im Parlament in Brüssel hat. Schon seit Jahren engagiert sich die Politikerin für Kunst und verfolgt das Projekt "Ziel 1 Kunst", das von Parlamentskollegin Christa Prets initiiert wurde, mit großem Interesse. Kurzerhand wurde ein Kontakt hergestellt, so dass die Castrop-Rauxelerin vom 23. August bis zum 1. September die Gelegenheit bekam, sich mit 24 weiteren Künstlerinnen und Künstlern im österreichischen Oslip zu treffen.

Unter dem Gesichtspunkt "Chance für Veränderung" wurden die Bereiche der bil-denden Kunst, Musik, Tanz und Literatur bearbeitet. Als Kunstschaffende entschied sich Schäfer für das Thema Wasser. "Das erschien mir in Zeiten der vielen Hochwasserkatastrophen und Hurrikans passend", sagt die Castrop-Rauxelerin. In ihrem gut 2.20 Meter großen Werk stellt Schäfer das Wasser als Symbol des Lebens dar. Auf der einen Seite die Naturkatastrophen, auf der anderen Seite als Zeichen der Natur. Den groben Planungen folgte die Auswahl der Fotos, die das Kunstwerk beleben sollten. Zunächst erkundigte sich die 57-Jährige nach geeigneten Fotoobjekten. "Selbst die Menschen aus der Umgebung von Oslip haben gesagt, dass rauschendes Wasser hier nicht zu finden sei", berichtet sie. Tatsächlich hatte sie trotz knapp bemessener Arbeitszeit von nur zehn Tagen auch am zweiten Tag noch immer keine Bilder im Kasten. Nach genauen Beobachtungen wurde die Künstlerin schließlich an der Wulka, einem Querfluss zum Neusiedlersee, fündig und mit präzisen und guten Aufnahmen belohnt. Es folgten einige Auseinandersetzungen mit dem Farbdrucker, der die Bilder lediglich als Schwarz-Weiß-Aufnahmen ausspuckte. "Damit hätte ich nichts anfangen können, die Aufnahmen sahen wie schmutziges Wasser aus und hätten somit das Thema verfehlt", erklärt Schäfer.

Nun wurden die Nächte beinahe zum Tage, die Zeit drängte, schließlich sollte "WASSER - Symbol des Lebens" am 1. September offiziell präsentiert werden. 20 Din A3 -Laminate mussten abschließend bearbeitet und in das Gestell integriert werden. Doch die Mühe wurde belohnt, das Werk sogar von renommierten Kollegen bestaunt. Besonders stolz ist Erika Schäfer darauf, dass sich die Laminate so perfekt ergänzen, dass die Dynamik das Wasser tatsächlich fließen lässt. Noch wechselt das Werk seinen Standort häufig und kann in europäischen Ausstellungen besichtigt werden. Für 4 600Euro ist das Objekt von Erika A. Schäfer aber auch zu erwerben.
Erika A. Schäfer (l.) und Jutta Haug verbindet seit Jahren eine enge Freundschaft. Foto: Winkel Auf über zwei Metern Höhe gestaltete Erika A. Schäfer das "Symbol des Lebens".

WAZ, Lokales, 03.11.2007



24.10.2007

SPD-Frauen besuchen BEST

Wenn ein kommunales Unternehmen wie die Bottroper Entsorgung und Stadtreinigung (BEST) in Sachen Umweltschutz mit gutem Beispiel vorangeht, interessiert dies ganz besonders die Politik:


Die Europaabgeordnete Jutta Haug (SPD) und die SPD-Landtagsabgeordnete Cornelia Ruhkemper informierten sich zunächst über die Umladestation am Donnerberg und besichtigten die hauseigene Photovoltaikanlage der BEST, deren Energie in das Netz der ELE eingespeist wird. Nach der Besichtigung fand ein informatives Gespräch zwischen den beiden sozialdemokratischen Abgeordneten und dem technisch-kaufmännischen Vorstand der BEST, Uwe Unterseher-Herold, statt. Dabei wurden aktuelle Themen der EU-Umweltpolitik und vor allem die Kreislaufwirtschaft angesprochen.

WAZ, 24.10.2007



16.10.2007

"Die Politik muss stark werden"

Marienhospital kritisiert: Bei der Umsetzung des Brustzentrum-Konzepts fehle die letzte Konsequenz.


Das Marienhospital als Teil des kooperativen Brustzentrums Bochum/Herne hat die Alarmglocken geläutet und die Landespolitik kritisiert.
Trotz hoher Fallzahlen und einer herausragenden Stellung in Nordrhein-Westfalen schreibe die von Dr. Abdallah Abdallah geleitete Senologie rote Zahlen. Verantwortlich dafür sei das Land. Weder seien die zugesicherten Ausgleichszahlungen für die Investitionskosten in Höhe eines siebenstelligen Euro-Betrages gezahlt worden, noch würden die laufenden Kosten "im System ausreichend abgedeckt", so der Geschäftsführer der Stiftung Marienhospital, Jürgen Hellmann. Es gebe sogar bedenkliche Signale, dass das Brustzentrum-Konzept in heutiger Konsequenz nicht fortgesetzt werden soll.
4500 bis 5000 Frauen werden jährlich in der Brustkrebs-Ambulanz in Herne beraten und untersucht. 350 Mammakarzinome wurden allein 2006 festgestellt und behandelt. Der Chef der Senologie, Dr. Abdallah Abdallah, lobte zwar das von Europäischer Union und Land ins Leben gerufene Brustzentrum-Konzept, kritisierte aber die fehlende Konsequenz bei dessen Umsetzung. Seit dem politischen Aufruf zur Gründung hochspezialisierter Zentren hätten sich zwischen 70 und 80 in NRW gebildet, so Abdallah Abdallah. Die meisten davon hätten sich mit hohem Kostenaufwand zertifizieren lassen. Dass aber auch die nicht zertifizierten Häuser mit geringen Fallzahlen weiter behandeln dürften, spalte das Konzept. "Die Politik muss stark werden und die Spezialisierung weiter beleben", so Abdallah. Heißt: Nicht zertifizierte Häuser dürften die Behandlungen von Brustkrebserkrankungen nicht mehr von den Kassen erstattet bekommen.
Unterstützt wurde die Forderung des Marienhospitals gestern von der Europaabgeordneten Jutta Haug (SPD). "Die Frauen sollten aufstehen und der Politik ein entschiedenes „So nicht´ entgegenrufen", so Haug. Nicht jedes kleine Krankenhaus müsse Brustkrebs behandeln, dies führe den Ansatz der Spezialisierung ad absurdum. Haug: "Der Gesetzgeber muss hier unbedingt einschreiten. So war das nicht gedacht."

WAZ Herne, Redakteur Kai Wiedermann, 15.10.2007



26.09.2007

Kommunen im Kreis vom EU-Wettbewerb ausgesperrt

Durch die Auswahl der Förderprojekte im Wettbewerbsverfahren verhindere die nordrhein-westfälische Landesregierung, dass strukturschwache Regionen wie Emscher-Lippe in den Genuss europäischer Ziel-2-Fördermittel gelangen können.


Diese Kritik äußert die SPD-Europa-Abgeordnete Jutta Haug (SPD). -
Dieser Reform europäischer Strukturförderung, die landespolitisch im operationellen Programm für das Ziel "Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung" (EFRE) umgesetzt wird, kann die Hertener Europa-Politikerin nichts abgewinnen.
Am Beispiel des Kreises Recklinghausen erläutert Haug: "Als Haushaltssicherungsgemeinden dürfen die Kommunen nur ihre finanziellen Pflichtaufgaben erfüllen." Dazu gehören die Mittel für eine Beteiligung am Wettbewerb der Regionen naturgemäß nicht. "NRW sollte für Städte, die Ideen und Projekte entwickeln, einen Dispens beim Finanzminister anstreben, damit die Kommunen die Wettbewerbsbeteiligung über Kredite finanzieren könnten", fordert die EU-Parlamentarierin jetzt.
Im Gegensatz zu den bisher geltenden Richtlinien für Ziel-2-Gebiete innerhalb der EU gibt es für die künftigen sogenannten "operationellen Programme" keine Verteilung nach Regionen mehr. Das gesamte Land NRW wird Fördergebiet und ruft die Regionen zum Wettbewerb um die förderwürdigsten Projekt auf. Am 12. Juni kam Danuta Hübner, EU-Kommissarin für Regionalpolitik, zum offiziellen Ziel-2-Programmstart nach Düsseldorf.
Allein 17 Innovationswettbewerbe der Regionen sollen noch in diesem Jahr starten. Gefragt sind unter anderem die Sparten Energie, Chemie, Aufwertung städtischer Problemgebiete oder Kreativwirtschaft, alle "wie maßgeschneidert für unsere Region", so Jutta Haug. Bis 31. Oktober haben Kommunen Zeit, sich vertraglich für die Teilnahme am Wettbewerb zu verpflichten. "Ich weiß nicht, wie die Städte das machen sollen", klagt die EU-Parlamentarierin. Was förderwürdig ist, was nicht, das will die SPD-Politikerin in Sachen Kulturhauptstadtjahr 2010 nicht abwarten. Mit der SPD in NRW will sie sich dafür stark machen, dass pro Einwohner ein Euro im Landeshaushalt für kulturelle Projekte zur Verfügung gestellt werden, zur Not auch über den Umweg der Kreditaufnahme.

Recklinghäuser Zeitung, Verlag Bauer, Region, 26.09.2007



22.09.2007

In Europa angekommen

Interview mit Jutta Haug MdEP


Seit nunmehr 13 Jahren arbeitet Jutta Haug in der sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament. Welche Rolle ihre Heimat dabei spielt, darüber Sprachen Christoph Winkel und Angelika Wölke in Brüssel mit der MdEP.

Die Europäische Kommission möchte die Energie-Monopole brechen und hat erste Vorschläge gemacht. Bekommen Sie jetzt ein unruhiges Wochenende in Ihrer Heimatstadt Herten?
Haug: Nein. In der Region ist das kein Problem. Die Monopolisten haben schon lange vor dem Kommissionsbeschluss lobbiiert. Eon z.B. hat ein Büro in Brüssel.

. . . fürchten die Genossen zuhause nicht um ihre Plätze in den Aufsichtsräten?
Haug: Nein. Zuhause gibt es keine Beeinflussung in meine Richtung. Lediglich meine Stadtwerke in Herten fragen mich zuweilen.

Recklinghausen und Brüssel: Da liegen gefühlte Welten zwischen. Warum sind Sie zuhause nicht so präsent wie ein MdB z.B.?
Haug: Das liegt sicherlich zunächst am Arbeitsort. Und bei den Entscheidungen, die hier getroffen werden, spürt die Region nicht die unmittelbare Betroffenheit.

Was können Sie für die Region Ruhrgebiet tun?
Haug: Ich kann die Türen zur Kommission öffnen. Ein Beispiel ist das Wasserstoff-Kompetenzzentrum auf dem ehemaligen Zechengelände Ewald in Herten. Und natürlich hat man beim Gesetzgebungsprozess immer die eigene Region im Kopf. Bei der Diskussion um die Reduzierung der Pestizide habe ich mich zuhause sowohl bei Arbeitnehmerversammlungen aber auch den Wasserwerken informiert.

Was war Ihr schönster Erfolg in Brüssel?
Haug: 1999, als wir mit dem Regional- und Strukturfonds durchsetzen konnten, die Emscher-Lippe-Landschaft räumlich zusammenzufassen. Das war ursprünglich nicht vorgesehen, da die Region zu groß war. Normalerweise hätten wir von der Personenstruktur zu Gelsenkirchen und Dortmund maximal noch Castrop-Rauxel packen können. Mit der damaligen SPD-Landesregierung haben wir dann ein sogenanntes Förderband entwickelt, so dass die gesamte Emscher-Lippe-Region Ziel-2-Mittel bekommen konnte. Diese Aufweichung für die Region war eine absolute Sondernummer.

Fühlen Sie sich zuhause zuweilen falsch beurteilt: Wenn etwas politisch schwer zu vermitteln ist, wird's auf Europa geschoben?

Haug: Das ist oftmals leider richtig. Daran müssen wir arbeiten. Politik darf nicht alles Negative Europa in die Schuhe schieben. Das hat auch kürzlich Außenminister Steinmeier bemängelt. Ich kann da nur Informationen anbieten. Und zwar jedem Bürger. Wenn etwas unklar ist, dürfen die Bürger jederzeit in meinem Wahlkreisbüro ( 0 23 61/
1 40 07) anrufen.

Wie kriegt man Europa besser in die Köpfe vor Ort?
Haug: Da ist vieles schon besser geworden. Ich merke das bei den Besuchergruppen. Heute werden keine VHS-Fragen mehr gestellt. Ich werde wesentlich eher nach Inhalten gefragt. Ich glaube, Europa ist in vielen Köpfen angekommen Durchschnittlich vier Tage in der Woche verbringt die Europa-Parlamentarierin in Brüssel.

WAZ, Lokal, 22.09.2007



22.09.2007

Keine Kohle für die Kultur

Was die Kulturhauptstadt 2010 angeht, da sieht Jutta Haug skeptisch in die Zukunft.


Denn nach den neuen Richtlinien für die Vergabe der Strukturfördermittel dürften Essen und das Ruhrgebiet nicht mit einem Geldsegen aus Brüssel rechnen.

"Jetzt ist gesamt NRW Fördergebiet", erklärt sie. Und bei der Vergabe stehe nicht mehr der regionale Konsens im Vordergrund, sondern der Wettbewerb. Da das Ruhrgebiet finanziell nicht gut dastehe, die Kommunen allesamt einem Haushaltssicherungskonzept unterliegen, hätten sie keine Ansprüche mehr auf Mittel aus Brüssel.

Denn die Krux bestehe darin, dass Fördermittel immer einer Co-Finanzierung bedürfen. Und: "Jede Co-Finanzierung ist kein Pflichtmittel." Will heißen: Die verschuldeten Ruhrgebietskommunen können keine Mittel für die Kulturhauptstadt beantragen, weil sie im eigenen Etat keinen Spielraum haben. Kultur ist keine Pflichtaufgabe, die muss und kann die Aufsichtsbehörde sofort wieder streichen. "An die Fördermittel der EU für die Kulturhauptstadt 2010 kommen die 53 Städte des RVR nicht heran", so Haug. Da müsse man andere Wege finden.

WAZ, Lokal, 22.09.07



11.09.2007

Politikerin schnuppert Praxisluft

Europa-Abgeordnete Jutta Haug besucht Apetito / Bewerbung für Ludwig-Erhard-Preis


Rheine. "Wenn man gescheite Gesetze machen will, dann braucht man auch Einblicke in die Praxis", dieser Überzeugung ist die Europaabgeeordnete Jutta Haug (SPD). Und aus diesem Grund war das stellvertretende Mitglied im Ausschuss für Umweltschutz, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit des Europäischen Parlamentes am Freitag zu Gast bei Apetito. "Mit den Rahmenbedingungen der Politik müssen wir leben und arbeiten", begründete Andres Ruff, Vorstandsvorsitzender bei Apetito, seinerseits das Interesse an einem Austausch mit der Politikerin. Wichtig war beiden Seiten vor allem die neuartige Pestizidrichtlinie der EU; deren erste Lesung im Parlament im Oktober stattfindet. Diese Richtlinie, bei der es um die zulässigen Höchstwerte von Pestiziden in Lebensmitteln geht, wird sowohl im Parlament, als auch in der Wirtschaft derzeit heiß diskutiert. Vor allem von ausländischen Parlamentsmitgliedern "wird die Richtlinie bekämpft", sagte die Abgeordnete. Apetito hingegen unterschreitet die zugelassenen Höchstwerte bereits um die Hälfte und würde die neuartige Richtlinie begrüßen. Angesprochen auf den Fleischskandal, der derzeit Medien und Öffentlichkeit beschäftigt, reagiert Andres Ruff gelassen, sieht ihn sogar "als Chance" für seine Firma. Er bedauert jedoch, dass "ein paar Kriminelle" eine ganze Branche in der Öffentlichkeit in Verruf bringen. Seine Kunden brauchten sich jedoch keine Sorgen über die Qualität des Essens machen, da Apetito eigene Metzger beschäftige, die das Fleisch kontrollierten und die "wissen, wie gammeliges Fleisch aussieht." Die Besucherin aus dem Europaparlament zeigte sich "hochzufrieden" von dem Eindruck, den sie gewinnen konnte und sieht die Firma als Vorbild in unterschiedlichen Bereichen. So war Apetito maßgeblich an der Entwicklung für die Qualitätsstandards in der Schulverpflegung beteiligt, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung am Donnerstag in Berlin vorgestellt hat. "Eines unserer Konzepte war praktisch die Basis für die Qualitätsstandards", sage die Leiterin des Qualitätsmanagements, Dr. Iris Hugendieck. Sie ist der Meinung, dass gerade durch die steigende Anzahl von Ganztagsschulen, "gemeinsames Essen Standard werden sollte." Dazu gehört auch die Ausbildung von Erzieherinnen und Pädagogen, die regelmäßig bei Apetito "in die Lehre gehen", wenn es um die Ernährungserziehung geht. Andres Ruff sieht die Verantwortung seiner Firma darin "nicht nur Essen zu liefern, sondern auch auszubilden." Die hohe Zahl an Auszubildenden in der Firma hob Jutta Haug ebenfalls hervor. Mit 40 Auszubildenden und 53 Diplomanden und Praktikanten in diesem jahr habe Apetio hier eine Vorbildfunktion. In diesem jahr hat sich das Unternehmen für den Ludwig-Erhard-Preis beworben, der für "nachweislich nachhaltige Spitzenleistungen und Wettbewerbsfähigkeit" vergeben wird. In die Gruppe der fünf besten Großunternehmen hat es Apetio schon geschafft. Jetzt ist die Frage, ob sie im Vergleich mit Unternehmen wie Carl Zeiss und BMW überzeugen können.

Westfälische Nachrichten, Münster, 22.09.07



02.08.2007

Europa ist angekommen

Europa rückt immer stärker in den Mittelpunkt der Politik. Auch in den Augen von Otto Normalbürger.


Die gerade abgelaufene deutsche Ratspräsidentschaft hat hier noch einmal einen Schub ausgelöst. Europa wird endlich ernst genommen. So sieht es jedenfalls Jutta Haug. Die 55-jährige Sozialdemokratin aus Herten ist seit 1994 Mitglied des Europäischen Parlaments. Mit ihr sprach WAZ-Redakteur Ernst zur Nieden.

Was hat sich verändert in den 13 Jahren seit Ihrer ersten Wahl zum MdEP?

Jutta Haug: Die Arbeit hat um ein Vielfaches zugenommen. Früher war es auch während der Sitzungswochen schon mal möglich, nachmittags in die Stadt zu gehen. Das ist lange vorbei, es gibt immer eine Arbeitsgruppe, ein Gespräch, da ist immer etwas zu diskutieren oder zu organisieren und zu entscheiden. Das hat, ja, das darf ich sagen, auch damit zu tun, dass ich mir inzwischen ein wenig Reputation erarbeitet habe.

Hat sich denn auch die Wahrnehmung der Bürger gewandelt?

Haug: Eindeutig ja. Es ist vorbei mit der Europa-Folklore, den berühmten ironischen Bemerkungen über den Regelungswahn der EU-Bürokraten. Insbesondere die jungen Menschen wissen, wie Europa in viele Bereiche des täglichen Lebens hineinwirkt, sie fragen viel häufiger und viel konkreter nach den Inhalten unserer Politik. Sehr oft geht es dann allerdings um Steuern, für die Europa aber gerade nicht zuständig ist.

Eines Ihrer Fachgebiete ist die Regional- und Strukturpolitik. Haben Sie für Ihre Heimatregion etwas erreicht?

Haug: In diesem Bereich wird meine Unterstützung in der Tat besonders intensiv nachgefragt. Ich kann natürlich kein Geld beschaffen, sondern nur Türen öffnen und bei Förderprojekten mitwirken. Ich bemühe mich dann darum, für vorgelegte Themen und Projekte zu werben. Das ist offensichtlich nicht ganz erfolglos. Allein im Förderzeitraum 2000 bis 2006 sind 104,8 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds und dem Regionalfonds in den Kreis Recklinghausen geflossen, das sind immerhin 162,86 Euro je Einwohner. Und dies, obwohl der Kreis eigentlich ganz aus der Förderung gestrichen werden sollte. Und allein an die Bauern im Kreis sind 47 Millionen an Direktzahlungen gegangen.

Spielen die Verantwortlichen aus dem Vest gut mit?

Haug: Ja und nein. Es gibt durchaus Ansätze der Zusammenarbeit. Aber die Region kriegt als Ganzes noch immer kein wirklich abgestimmtes Handeln hin. Bürgermeister kämpfen für ihre Stadt. Die Verwaltungen und die Politik, meine eigene Partei eingeschlossen, müssen sich noch viel besser auf das neue Tempo Europas, auf die veränderten Bedingungen einstellen. Sie müssen endlich enge Kooperation hinkriegen und neue Ideen zulassen. Das ist noch wichtiger mit Blick auf die veränderten Förderregeln 2007-2013. Die EU fördert ja nur Projekte; bisher musste das Land mitfinanzieren, jetzt sind auch private Co-Finanzierungen möglich.

Das klingt nach noch mehr Globalisierung. . .

Haug: Wir leben doch längst in einer globalisierten Welt. Aber es ist auch allen Parteien außer den Liberalen klar, dass es Regeln für den Wettbewerb, für die Globalisierung geben muss, dass das Europa der Zukunft nur ein Soziales Europa sein kann.

Sie arbeiten auch mit am Klima-Thema. Wie genau?

Haug: Im Umweltausschuss sind meine Themen "Abfall" und "Boden". Dabei geht es um den verantwortlichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen und beides hat mit dem Erdklima natürlich sehr viel zu tun. Auch bei meiner Arbeit im Haushaltsausschuss ist es heute unverzichtbar, "Umwelt" bei allen Fragen mitzudenken.

In Europa gibt es noch viel zu tun. 2009 ist die nächste Direktwahl des EP. Kandidieren Sie wieder?

Haug: Ich bin geneigt, meine Arbeit in Brüssel fortzusetzen.

. . . mit einem konkreten Ziel?

Haug: Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann wäre es der Vorsitz im Haushaltsausschuss.

WAZ, Marl, Lokales, 02.08.2007



27.07.2007

Europa trifft Gelsenkirchen

Ein nicht alltägliches Interview:


Jutta Haug, 55, SPD-Abgeordnete im EU-Parlament trifft in der Redaktion auf Tim Wilson, 18, Praktikant bei der WAZ. Seinen Erfahrungsbericht lesen Sie hier:
Kurz nach Gesprächsbeginn kommt bereits eine erste Gemeinsamkeit ans Licht: Bei Kaffee und Tee erzählt mir Jutta Haug von ihrem Ziel eines starken Europas, das "in einem föderalen Gefilde Vielfalt und Gemeinschaft vereine." Die Souveränität der einzelnen europäischen Kulturen müsse dazu unantastbar bleiben, selbst wenn dafür 23 Brüsseler Amtssprachen nötig seien. "Demokratie gibt es schließlich nicht zum Nulltarif." Gut gesagt!

Plötzlich schlägt die Abgeordnete temperamentvoll auf den Tisch und beschwert sich über die notorische Blockadehaltung der Briten. Die seien den Polen an Destruktivität noch weit voraus. In so einem Moment widerspricht man nicht gerne und so bin ich froh, ihr bei diesem Thema beipflichten zu können.

Nicht aber bei unserem nächsten, einem möglichen Türkeibeitritt. Den lehnt sie - wohlgemerkt als SPD-Mitglied- strikt ab. Von einer möglichen Brückenfunktion hält sie im Gegensatz zu mir nicht viel: "Eine Brücke steht auf zwei Ufern, ein EU-Mitglied muss aber völlig auf dem europäischen stehen".

Dass sie hier ihre Parteilinie verlässt, überrascht mich ebenso sehr, wie ihr anschließendes Lob für die Kanzlerin. "Auf der Regierungskonferenz hat sie gute Arbeit geleistet, dass muss man ihr zugestehen. Ich hätte mir trotzdem mehr von dem Reformvertrag erhofft." Mit ihrem Einsatz für Europa wird mir die Abgeordnete immer sympathischer.

Beim nächsten Punkt, der Osterweiterung der Union, scheiden sich unsere Geister jedoch erneut. "Das EU-Parlament war schon immer zu aufnahmefreudig. Im Gegensatz zu den vorherigen Erweiterungsrunden machte die Osterweiterung die Zusammenarbeit innerhalb der Union unhaltbar schwieriger. Ich wäre da anders vorgegangen."

Ich nicht! Glücklicherweise bin ich in einem wiedervereinigten Deutschland aufgewachsen und eine Mauer nach Osten will ich nicht kennen lernen. Allein deswegen nicht, weil meine Freundin sonst auf der anderen Mauerseite leben würde, in Polen. Das wären schon mal neun glückliche Monate weniger.

Solche Kollateralschäden sähe allerdings auch Jutta Haug nicht gern. "Wir müssen die Menschen für ein gemeinsames Europa gewinnen. Früher war das einfach, da schon ein gesicherter europäischer Frieden schlagendes Argument war. Heute ist dieser selbstverständlich, für die EU zu werben ist schwieriger geworden."

Warum eigentlich? Auf die Fülle an Vielfalt und Freiheit zu verzichten, welche die europäische Perspektive der nationalen voraus hat, nur um keine Kompetenzen an Europa abgeben zu müssen, würde ein unbändiges Vertrauen in die nationale Politik bedeuten. Dass unsere Parteien aber mit Lob und Wohlwollen überschüttet werden, ist momentan nicht mein Eindruck.

Es sollte also nicht schwer sein, die Menschen von der Europäische Sache zu überzeugen. "Ein großes Problem sind die zahllosen Politiker, die durch eigene Inkompetenz verursachte Fehler bequem auf die europäischen Institutionen abschieben", erklärt Jutta Haug die Skepsis vieler EU-Bürger. Da helfe nur intensive Aufklärung, die ist vor allem im Internet auf Portalen wie europa.eu zu finden.

Besucher aus dem Ruhrgebiet scheinen auf diesen Websites allerdings selten zu sein. "Das Interesse für Europa ist hier trotz vieler Versuche selbst bei der sonst so offenen Jugend gering geblieben. Das zeigt sich beispielsweise daran, dass die Jugendvertretung der Union, die Jungen Europäischen Föderalisten (JEFs), hier keine Vertretung haben", so Jutta Haug.

Das ist mir unverständlich, da wir jungen Leute schließlich am stärksten von Europa profitieren können - bei entsprechender Partizipation. Wenn sich hier nicht bald was tut, werde ich mich halt selbst in die Politik werfen und eine JEF-Vertretung gründen müssen. Denn ich bin sicher, dass diese auch im Ruhrgebiet eine Zukunft hätte.

Tim Wilson (18) ist idealistisch. Er glaubt an ein föderales Europa, dessen Grenzen nach Osten offen sind. Jutta Haug (55) ist pragmatisch. Sie steht für ein handlungsfähiges Europa durch feste Grenzen nach Osten.

WAZ, Lokales, Buer, 27.07.2007



27.07.2007

HERNE Land gibt 120.000 Euro für Sprachförderung

Haug: Herne kann Hilfe gut gebrauchen.


120.000 Euro hat das Land für die 351 Vierjährigen bewilligt, die beim Sprachstandstest (Delfin 4) Probleme hatten. Die Kindertageseinrichtungen können davon nun die Sprachförderung finanzieren.

Von 2000 bis 2006 hat Herne etwa 22,5 Mio Euro für Struktur- und Regionalförderung aus dem EU-Haushalt bekommen. Ein Gespräch mit der Europaabgeordneten Jutta Haug.

WAZ, Herne, Politik, 27.07.2007



27.07.2007

22,492 Millionen Euro

Frau Haug, wie ist es Ihrer Meinung nach um die Akzeptanz Europas bestellt?


Haug: Wenn ich die Zeit von 1994 bis jetzt betrachte, denke ich, dass die Akzeptanz zugenommen hat. Die Menschen wollen heute auch viel mehr inhaltlich diskutieren, sie fragen längst nicht mehr nur, was die europäische Kommission ist oder das Parlament. Sie sehen darüber hinaus, dass Europa stärker als zuvor in ihr Leben eingreift. Viele Dinge werden gesetzlich auf der europäischen Ebene geregelt, nicht mehr nur im Bundestag oder Landtag.

Also, wann gibt es sie, die Vereinigten Staaten von Europa, den Europa-Außenminister und die Verfassung?
Haug: Wir haben demnächst schon einen europäischen Außenminister, auch wenn er nicht so heißen wird. Das mit der Verfassung braucht noch ein bisschen Zeit, zumindest aber der Grundlagenvertrag könnte bis Dezember stehen. Was das föderale Europa betrifft, so hoffe ich, dass ich das noch erlebe. Vielleicht nicht zu Lebzeiten als Abgeordnete, aber danach - ich will schließlich 100 werden.

Zum Ruhrgebiet: Es heißt, Sie machen sich Sorgen, weil das Land bei der Verteilung der EU-Strukturfördermittel das Revier künftig nicht mehr gesondert behandeln will?
Haug: Gegen mehr Wettbewerb wie vom Land geplant, ist nichts einzuwenden. Aber man braucht Rahmenbedingungen, um ihn fair zu gestalten. Was das Land da genau ausarbeitet, weiß ich noch nicht. Für Städte mit Haushaltssicherungskonzept wie Herne muss aber klar sein, dass sie sich am Wettbewerb beteiligen können. Es darf nicht sein, dass nur noch Kommunen EU-Geld bekommen, die über ausreichende Eigenmittel verfügen. Dann wäre die gesamte Emscher-Lippe-Region benachteiligt.

Braucht das Revier denn wirklich mehr Hilfe als andere Regionen?
Haug: Große Teile des Reviers - und dazu gehört auch Herne - sind noch nicht so weit wie andere Regionen. Das sichtbarste Zeichen ist die doch hohe Arbeitslosigkeit. Das Ruhrgebiet kann nach wie vor Hilfe gut gebrauchen. Deswegen sage ich auch, dass der Wettbewerb um die EU-Strukturfördergelder bis 2013 fair sein muss. Sollte sich abzeichnen, dass es da Probleme gibt, bin ich dazu bereit, im Rahmen meiner Möglichkeiten einzugreifen.
Wie viel Geld hat Herne denn in den Jahren 2000 bis 2006 aus Europa bekommen?
Haug: Für Struktur- und Regionalpolitik sind 22,492 Millionen Euro aus dem Europäischen Haushalt nach Herne geflossen. Hinzu kamen 733 000 Euro Direktzahlungen an Bauern. Zum Vergleich: Die Bauern im Kreis Recklinghausen haben in den Jahren 2000 bis 2006 etwa 47 Millionen Euro bekommen.

Das klingt nach wenig Struktur und viel Landwirtschaft. Wie sehen Sie das?
Haug: Ja, in der Tat! Die Zahlungen nach den Marktordnungen an die Landwirte sind ein Erbe vom Beginn des Vereinigten Europas. Es wird Zeit, dass die gemeinsame Agrarpolitik auf den Prüfstand gestellt wird. Die nächste Chance dazu haben wir als Parlament 2008 bei der Revision. Aber wir alle wissen: auch der Strukturwandel in der Landwirtschaft braucht Zeit.
Interview: Kai Wiedermann
Jutta Haug hat nichts gegen mehr Wettbewerb, aber fair müsse er sein.

WAZ, Herne, Lokales, 27.07.2007



24.07.2007

Der Wettbewerb

Sommerpause in Brüssel: Jutta Haug, Europaabgeordnete der SPD und auch für Bottrop zuständig, nutzt die Gelegenheit für Gespräche in "ihren" Städten.


Bis zum Regierungswechsel in Düsseldorf hat sie immer unter einer roten bzw. rot-grünen Landesregierung gearbeitet. Hat sich unter Schwarz-Gelb jetzt etwas verändert? In der Theorie schon - der Praxistest steht noch aus, sagt Jutta Haug. In einem Monat gebe es ein erstes operatives Programm.

Wenn's um die Regional- und Strukturfonds geht, so werde jetzt z.B. kein klar definierter Raum mehr vorgegeben, sondern im Prinzip kämpfe ganz NRW um die Fördergelder in einem Wettbewerb der Projekte. Vorbei, dass bestimmte Gelder z.B. in die Emscher-Lippe-Region flossen und dann zwischen den Städten im Konsens vergeben wurden. Ausgebootet worden seien damit auch am Konsens Beteiligte wie z.B. die Gewerkschaften oder die Kirchen, bedauert Haug.

Für die Zukunft sieht sie auch Schwierigkeiten speziell für Städte dieser Region, an EU-Mittel zu kommen, weil diesen die Finanzkraft für den Eigenanteil fehlt. "Alle 12 Städte der Emscher-Lippe-Region haben Haushaltssicherungskonzepte und müssen sich jedes Projekt von der Aufsichtsbehörde genehmigen lassen. Wie sollen sie da ihren Anteil bewilligt bekommen, der jetzt größer als früher ist, weil es weniger Landesgelder gibt?" Die frühere Landesregierung habe die Städte oft nur zu zehn Prozent Eigenmitteln verpflichtet und den Rest beigesteuert. Die jetzige sage, die Städte müssten die gesamten restlichen 50 Prozent aufbringen.

Grundsätzlich sei es ja richtig, dass die, denen geholfen werden soll, die Förderwürdigkeit ihrer Projekte beweisen sollen, um keine Mitnahmeeffekte zu schüren. Und es könne auch nicht Ziel sein, immer an Fördertöpfen zu hängen. Ganz allein schaffe das diese Region mit der Großbetriebsstruktur und der hohen Arbeitslosigkeit aber nicht.

WAZ, Lokales, Bottrop, 24.07.2007



14.07.2007

EU: Transparenz bei Flugtickets

Das Europäische Parlament hat in 1. Lesung eine Regelung für Transparenz und mehr Verbraucherinformationen beim Verkauf von Flugtickets beschlossen.


Die SPD-Europaabgeordnete Jutta Haug begrüßt die Neuregelung ausdrücklich: "Wir wollen den Billigfliegern keinesfalls ihr Geschäft verbieten. Aber es muss endgültig Schluss sein mit scheinbar billigen Angeboten im Internet und auf Plakaten, die sich nachträglich als teure Ferienflüge herausstellen." Der Beschluss des EU-Parlaments sieht vor, dass Passagiere schon während der Buchung klare und eindeutige Informationen über den tatsächlichen Flugpreis sowie über alle anderen anfallenden Kosten wie Steuern, Flughafennutzungsgebühren und Buchungskosten im Internet und in Reisebüros erhalten. "Neben dem Endpreis für das Ticket muss auch für jedermann erkennbar sein, wie groß der Kostenanteil der Airlines, der Flughäfen und des Staates ist."

WAZ, Castrop-Rauxel, Lokales, 14.07.2007



23.06.2007

Grenzenlos aktiv sein in Europa

Parallel zum Brüsseler EU-Gipfel ging es Freitag auch in Recklinghausen ums Miteinander in Europa


Zum Kongress der "Frauen Europäischer Mittel- und Kleinbetriebe (FEM)" waren rund 75 Interessierte ins Kreishaus gekommen. Frauen reisten u. a. aus Italien, Frankreich und Spanien an. Motto: "Unternehmerfrauen im Mittelstand - ein starkes Stück Europa". Das Programm war bis zum Abend prall gefüllt: Vorträge z. B. von der Europaabgeordneten Jutta Haug oder Walter Bourichter (Handwerkskammer Münster) standen an, ebenso eine Podiumsdiskussion rund um "grenzenlos aktive" Unternehmen.

Dabei blieb Raum, sich über spezielle Sorgen auszutauschen. Etwa darüber, wie kompliziert Steuererklärungen werden, wenn man parallel in zwei Ländern tätig ist. "Bei uns im Verband lernt man an den einzelnen Fällen die Problematik von Europa kennen", so FEM-Vizepräsidentin Eveline Brinkert-Fimpeler. Der Halternerin, die seit zwölf Jahren eine Bäckerei in Brüssel betreibt, ist es zu verdanken, dass die Frauen im Vest tagten.

WAZ, Lokales, Marl, 23.06.2007



30.05.2007

Die EU greifbarer machen

"Die Europäische Union hat Auswirkungen bis in das kleinste Dorf", weiß Oberbürgermeister Frank Baranowski.


Dennoch sei Europa für viele noch ein anonymes Gebilde. Um die EU greifbarer zu machen, bieten die Bundesregierung, die Europäische Kommission und das Europäisches Parlament nun ganz praktisch Gelegenheit zum Dialog mit dem Bürger.

Eine bundesweite Informationstour macht(e) gestern und heute auf dem Bahnhofsvorplatz halt. Infostand und Dialogpavillon: Besonders das Klima, Umweltpolitik im Allgemeinen, aber auch G8 und Außenpolitik seien Themen, mit denen die Passanten an die Experten und Politiker heranträten, verrät Pressesprecherin Angela Joosten ihre Erfahrungen aus den letzten 30 Stopps, die die Tour während der EU-Ratsperiode bereits hinter sich gebracht hat.

Neben einer Bürgersprechstunde gibt es auch zahlreiche Vorträge und Diskussionen, beispielsweise zu Themen wie "Die Türkei - Mitgliedschaft oder priviligierter Partner?" oder der europäischen Klimapolitik. Heute Vormittag kommen die jungen Leute zu Wort: Beim EU-Schülergipfel können sie ihr Wissen auf die Probe stellen, auf einer Kletterpyramide von Hauptstadt zu Hauptstadt den Gipfel stürmen und mit Experten über ihre Fragen diskutieren. Gleichzeitig ist auch der Europaservice der Bundesagentur für Arbeit vor Ort, um über Jobmöglichkeiten im Ausland zu informieren. "Das Interesse der Bürger ist auf jeden Fall da", freut sie sich über eine positive Resonanz, "schließlich hat die EU mit jedem Einzelnen etwas zu tun". Da kann OB Baranowski nur zustimmen.

"Europa bestimmt unser Leben immer deutlicher als noch vor 50 Jahren", resümiert er, "dabei gibt es viele Vorteile wie beispielsweise die offenen Grenzen, auf der anderen Seite aber machen einem auch einige Bestimmungen das Leben auf kommunaler Ebene nicht immer einfacher". Doch auch solche Diskussionspunkte sollen bei dieser Gelegenheit angesprochen werden. "Wir müssen schließlich für das, was für auf europäischer Ebene entscheiden, auch vor Ort Verantwortung übernehmen", erinnert Jutta Haug (SPD) als Mitglied des Europäischen Parlaments.

Auch ihr Parteifreund Joachim Poß ist als Mitglied des Deutschen Bundestages zugegen. Einige interessante Gespräche habe er bereits führen können, berichtet er. Die Arbeitsmarktsituation, auch im Zusammenhang mit der EU-Osterweiterung seien dabei Fragen gewesen, die den Bürgern auf dem Herzen lägen. "Das zeigt ja auch, wie groß die Informationsdefizite sind", zieht er aus den Ängsten und Vorurteilen Schlüsse. "Gerade deshalb ist es ja so wichtig, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen." hug Von Hauptstadt zu Hauptstadt hangeln können sich die Kinder auf der Europapyramide der Informationstour.

WAZ, Lokales, Buer, 30.05.2007



16.05.2007

Für Europa den Baum in Einzelteile zerlegt

Die Europaunion Herne lud am Wochenende zum großen Europafest am Westfälischen Museum für Archäologie ein.


Das Ehrenmitglied des Europäischen Parlaments, Dr. Dieter Rogalla, der erste für Herne zuständige Europaabgeordnete zersägte am Samstagmorgen einen symbolisch aufgestellten Schlagbaum auf dem Europaplatz. Dabei standen ihm die Europaabgeordneten Jutta Haug (SPD) und Dr. Renate Sommer (CDU), Bürgermeisterin Erika Wagner sowie Dr. Roland Kirchhof und Heinz-Jürgen Steinbach als Gastgeber der Europaunion helfend zur Seite.
Das Fest, welches aufgrund der Witterungsverhältnisse im großen Saal des Archäologischen Museums stattfand, wurde musikalisch begleitet vom Akkordionorchester Herne, Kinder und Erwachsene musizierten gemeinsam und sorgten somit für einen gelungenen Rahmen. Heinz-Jürgen Steinbach moderierte kurzweilig und sehr engagiert die Veranstaltung. Nach den Grußworten der Bürgermeisterin Erika Wagner konnten die Bürgerinnen und Bürger noch interessante Kurzinterviews mit den beiden Europaabgeordneten verfolgen. Besonders viel Applaus erntete die bulgarische Folkloregruppe, die auf Einladung der Europaunion in Herne zu Gast war und für ein buntes Rahmenprogramm gesorgt hat. Im weiteren Teil des Programms sahen die Gäste eine griechische Tanzgruppe in traditioneller Kleidung.

Wochenblatt Herne-Wanne, 16.05.2007



15.05.2007

Europafest der Europa-Union Herne

Beim Europafest der Europa-Union Herne am Archäologiemuseum hat Dr. Dieter Rogalla als Ehrenmitglied des Europäischen Parlamentes am Samstag einen symbolisch aufgestellten Schlagbaum zersägt.


Das Fest fand aufgrund des unbeständigen Wetters im großen Museumssaal statt. Es wurde begleitet vom Akkordeonorchester Herne, weiterhin traten eine griechische und eine bulgarische Folkloregruppe auf. Darüber hinaus gab es Kurzinterviews mit den Herner Europaabgeordneten Dr. Renate Sommer (CDU) und Jutta Haug (SPD). "Ein gelungenes Fest mit Musik und Information, welches wieder einmal die Vielfältigkeit Europas aufgezeigt hat, bilanzierte Letztgenannte.

WAZ, Lokales Herne, 15.05.2007



02.05.2007

Gesamtschule feiert "Springday"

Die Gesamtschule Horst feierte erstmals den "Springday" / Europäischen Frühling.


Aus diesem Anlass waren die EU-Abgeordnete Jutta Haug, Schirmherrin des Projekts "Dialog der Kulturen-Begegnung mit Osteuropa", sowie Herr Rogge, EU-Beauftrager der Stadt Gelsenkirchen, zu Besuch. Der Tag begann mit einem Besuch der Rumänien-Ausstellung (=Wettbewerbsbeitrag. Anschließend ging es nach draußen: Die Klasse 7.1 des Klassenlehrerteams von Frau Cristea und Herr Est hatte ein EU-Quiz vorbereitet. Die Kinder malten dafür auf dem Schulhof ein großflächiges und wetterfestes EU-Emblem. Auf europäische Fragen wussten die Schüler in einem selbstausgedachten, bewegungsorientierten Spielablauf zu antworten. Danach gab es eine Diskussionsrunde mit der Politikerin und dem EU-Beauftragten. Die Schüler waren gut vorbereitet und so ließen viele interessante Fragen und Antworten die Zeit im Nu vergehen. Jutta Haug betonte, dass ihr dieser "Schultag" ganz besonders viel Spaß gemacht habe und sie jederzeit gerne wiederkommen wolle. Der Springday schloss schließich mit einem europäischen Buffet ab. Vorbereiet worden war diese europäische Begegnung von Oberstufenschülern in Zusammenarbeit mit Projektleiterin Sabine Cristea und Oberstufenkoordinatorin Frau Schulte-Coerne.

Stadtspielgel Gelsenkirchen, 02.05.2007



28.04.2007

Im Dialog Verständnis gewinnen

Wieviel Staaten gehören zur Europäischen Union (EU)?


24. Leider falsch - 27 wäre richtig gewesen. Fragen und Antworten wie diese waren gestern Thema auf dem Schulhof der Gesamtschule Horst, wo das große EU-Projekt am "Spring Day", am europaweit gefeierten Frühlingstag, einen weiteren Schritt im schulischen Jahresablauf bedeutete. Lehrer Jochim Est stellte beim Wissensquiz die Fragen. EU-Abgeordnete Jutta Haug, die das Horster Institut als Schirmherrin gewinnen konnte, war beeindruckt und zuweilen auch amüsiert.

Vor allem aber die lebens- und alltagsnahe Behandlung des Themenfeldes zum "Dialog der Kulturen - Begegnung mit Rumänien" imponierte ihr. Wie schon berichtet, erhielt die Gesamtschule für die Ausarbeitung des Projekts im Leistungskurs Deutsch des 12. Jahrgangs den höchsten NRW-Preis. Er wird den Vertretern, auch den verantwortlichen Pädagogen Maria Schulte-Coerne und Sabine Cristea als Initiatorinnen, am 14. Juni in der Steverhalle in Senden (bei Münster) überreicht. Kultusminister Grosse-Brockhoff nimmt die Ehrung selbst vor.

Was der Politikerin besonders gefiel, war die konkrete Aufnahme von Kontakten der Horster Klassen zum Johannes-Honterus-Gymnasium im rumänischen Brasov. Der internationale Dialog läuft an, eine Abordnung aus Brasov wird schon bei der Feier im Juni erwartet. Zuvor fahren jedoch Schüler aus Gelsenkirchen in die mit Gelsenkirchen zum Teil vergleichbare Großstadt Brasov (29. Mai bis 2. Juni), um das gegenseitige Kennenlernen nicht nur per e-mail oder Brief voranzutreiben.

Eine große Ausstellung (noch bis Mitte Juni), die anschließend zur Bezirksregierung nach Münster auf Wanderschaft geht, informiert in der Gesamtschule eindrucksvoll in Bild und Text über das neue EU-Land Rumänien - und über Vorurteile, die wir oft hegen. Denn das ist der kulturelle, soziale und politische Ansatz des gesamten Konzepts: die Klischees auszuräumen, die aktuellen Entwicklungen historisch einzuordnen, die Chancen für neue Beziehungen über die Grenzen hinweg zu erkennen und das Verbindende aufzuspüren.

Ulrich Grönings aussagekräftige Foto-Studien "vor Ort" liefern jede Menge Diskussionstoff, der wiederum von den Schülern in den vergangenen Wochen bearbeitet wurde (und noch wird). Jutta Haug freute sich nach Besichtigung der Schau in den Schulfoyers: "Dieses Projekt liegt genau auf unserer Europa-Linie: Verständnis für einander zu gewinnen." Für die jungen Leute klang der Satz wie ein dickes Kompliment. HJL Europa-Fragen als Wissensquiz auf dem Horster Schulhof, der von Schülern entsprechend gestaltet wurde.

WAZ, Lokales Buer, 28.04.2007



01.04.2007

Von der Boy bis nach Europa

Kinder der Grundschule Fürstenberg präsentierten der Europaabgeordneten Jutta Haug ihr Wissen zur EU


"Wir haben uns zuerst mit der Boy beschäftigt. Dann kam Bottrop, dann NRW, anschließend ganz Deutschland und zuletzt Europa", erzählt Valerie, verkleidet als Krakauer Mädchen, aus der Klasse 4 der Fürstenberg-Grundschule. "Die EU wurde 1957 gegründet und hatte anfangs nur sechs Mitgliedsstaaten." Die SPD-Europaabgeordnete Jutta Haug nickt anerkennend. Sie ist begeistert von dem, was die Schüler der Fürstenberg-Schule ihr als Ergebnis ihrer Unterrichtsreihe zum Thema Europa präsentierten. In der vegangenen Woche feierte die EU ihren 50. Geburtstag. Für die Fürstenberg-Grundschule Anlass genug, nicht nur das Thema Europa zum Unterrichtsgegenstand zu machen, sondern auch die Europaabgeordnete Haug sowie die Lantagsabgeordnete Cornelia Ruhkemper einzuladen. Die 55-Jährige lauschte nicht nur den Ausführungen der Kinder, sondern stellte ihnen gleich noch neues Unterrichtsmaterial vor: Das Europa-Spiel, herausgegeben von der EU, dass Jutta Haug in mehrfacher Ausführung an die Schule übergab. Zuvor aber zeigten die Schüler, was sie im Unterricht bereits gelernt hatten. Dass im Ruhrgebiet viele polnisch-stämmige Menschen leben, dass Frankreich das größte Land der EU ist, dass Gustav Eiffel den Eiffelturm baute, dass die Pizza aus Italien und dass Romulus und Remus der Legende nach die Begründer der italienischen Hauptstadt sind. Anschließend hatten die Kinder noch die Gelegenheit, die Europaabgeordnete mit Fragen zu löchern. Für Cornelia Ruhkemper war es ein ganz besonderer Moment in der Fürstenberg-Grundschule. "Es ist die Schule, die ich früher selbst besucht habe, und es ist so schön zu sehen, was die Schüler dieser Schule auf die Beine gestellt haben." Die Schüler dankten ihr das Lob mit strahlenden Kinderaugen.

Mittendrin, 01.04.2007



29.03.2007

Europa und seine Länder zu Gast bei Viertklässlern

Europaabgeordnete Jutta Haug besucht Fürstenbergschule


Über Besuch freuten sich kürzlich die Viertklässler der Fürstenbergschule: Die Europaabgeordnete Jutta Haug, sowie die Bottroper Landtagsabgeordnete Cornelia Ruhkemper waren zu Gast und hatten das "Europa-Spiel" im Gepäck.

Was tut die EU für Kinder?
Wo gehen die Kinder von EU-Mitarbeitern zur Schule? Oder: Warum verläuft der Schulbesuch in den europäischen Ländern so unterschiedlich und wird sich das vielleicht einmal ändern? So und so ähnlich waren die Fragen, auf deren Antwort die Schüler und Schülerinnen der Grundschule in der Boy gespannt waren. Vieles wussten die Grundschüler aber auch vorher schon über Europa und seine Länder: In einem Projekt hatten sie sich im Vorfeld bereits mit dem Thema Europa auseinander gesetzt. Mehrere Wochen lang hatten die Viertklässler sich in Gruppen mit jeweils einem Land Europas beschäftigt - Bräuche und Gewohnheiten des Landes, aber auch Währung, Flagge und Geografie hatten sie kennen gelernt. Unterricht in Form von Projektwochen gibt es an der Fürstenbergschule regelmäßig. "Normalerweise stellen die Schüler ihre Arbeiten dann am Ende innerhalb der Klasse vor", erklärt Konrektorin Christina Eiden. "Das Fördert ihre Fähigkeit frei zu sprechen und Vorträge zu halten." Drei Gruppen durften nun ihre Arbeit den Abgeordneten vorstellen: Polen, Italien und Frankreich präsentierten sich von ihrer besten Seite. Dies bestätigte auch Bettina Schwab-Losbrodt, Referentin der Europaabgeordneten. "Die Kinder waren bestens vorbereitet, richtig im Thema drin. Wir waren hellauf begeistert. Vor allem das Engagement der Schüler - so waren die Kinder mit dem Thema Polen in Rot und weiß gekleidet - verblüffte. Einen Abschluss bildeten diese Präsentationen jedoch noch nicht; die Projektarbeit geht noch weiter. Darin einfließen wird mit Sicherheit auch das mitgebrachte "Europa-Spiel", das von der Europäischen Kommission entwickelt wurde um Schüler der dritten bis fünften Klasse Informationen aus der EU nahe zu bringen. Solange der Vorrat reicht, können Lehrer dieses Europa-Spiel kostenlos im Ernst-Wilczok-Haus erhalten.

Stadtspiegel Bottrop, 29.03.2007



24.03.2007

Keine Sitzenbleiber in Finnland

"Wir vier haben alle polnische Eltern oder Großeltern, sprechen polnisch und besuchen unsere Verwandten in Polen immer in den Ferien",...


", berichtet die kleine Valerie ihren Mitschülern der vierten Klassen der Fürstenbergschule über ihre Arbeitsgruppe. Valerie ist als Krakauer Mädchen verkleidet und trägt eine Tracht, die polnische Mädchen zu Feiertagen in der Kirche anziehen.

Grund für das Treffen der aufgeweckten Viertklässler im Gemeinschaftsraum der Grundschule an der Kraneburgstraße war der Abschluss verschiedener Gruppenarbeiten zum Thema Europa. In kleinen Arbeitsgruppen brachten die Kinder ein europäisches Land, das sie sich ausgesuchen durften, ihren Mitschülern näher. Sie berichteten über Fläche, Einwohner, Speisen, Städte und die Schule ihres jeweiligen Landes. Fahnen und Informationsplakate zierten den Raum.

Eine solche selbstständige Arbeitsweise ist an der Fürstenbergschule ganz normal, genauso wie eine abschließende Präsentation dessen, was die Kinder erarbeitet haben. Gestern war aber doch nicht alles ganz normal. Besonderer Besuch hatte sich angekündigt: Die Europaabgeordnete Jutta Haug und die Landtagsabgeordnete Cornelia Ruhkemper, die früher selbst einmal die Fürstenbergschule besuchte.

Wenn schon einmal die Europaabgeordnete zu Besuch ist, dann dürfen auch ordentlich Fragen zum Thema Europa gestellt werden. Und die Kinder interessierte vor allem, was sie betrifft:"Was tut die EU eigentlich für Kinder?" wollte Alina wissen. Und: "Warum ist die Schulbildung in Europa so unterschiedlich - und wird das immer so bleiben?", interessierte sich Sarah und sprach damit eine ganz aktuelle Diskussion an.

Jutta Haug erklärte darauf hin, dass Schule in Deutschland ja Ländersache sei und es darum auch schwierig sei, eine einheitliche Lösung EU-weit zu finden. Ein vorbildliches System habe immer noch Finnland, denn dort gebe es zum Beispiel auch kein Sitzenbleiben. "Fördern statt selektieren" sei die Devise, die durchaus auch an der Fürstenbergschule praktiziert werde, so Schulleiter Hajo Kothe. Sitzengeblieben sind in der jetzigen vierten Klasse nur etwa vier oder fünf Schüler von rund 80. Ein europäisches Land ihrer Wahl konnten die Schülerinnen und Schüler bei der Präsentation ihrer Gruppenarbeiten den Klassenkollegen näherbringen.

WAZ, Bottrop, Lokales, Redakteurin Sandra Hackurtz, 24.03.2007



21.03.2007

Der Europäische Frühling hat begonnen

Bürgernahe Initiative für Jugendliche


In diesem Jahr wird der 50. Geburtstag der Unterzeichnung des Vertrages von Rom feierlich begangen. Aus diesem Grunde wurde das Moto "Gmeinsam seit 1957: Schulen feiern Europa" für den Europäischen Frühling 2007 gewählt.

"Diese bürgernahe Initiative, die Jugendliche dazu motiviert, über europäische Themen zu diskutieren und sich zu informieren, ist zu einer festen Veranstaltungsgröße im europäischen Schulkalender geworden", sagt die Europaabgeordnete Jutta Haug. In Schulen in ganz Europa werden die verschiedensten Veranstaltungen wie Wettbewerbe, Ausstellungen, Debatten, Konferenzen und Online-Chats zwischen Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Länder und politischen Persönlichkeiten auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene durchgeführt. Die Veranstaltungsinitiative startet am 26. März und endet am 30. Juni. Am 26. März findet die Veranstaltung "Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft der Europäischen Union" im nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf statt. Auch die sozialdemokratische EU-Abgeordnete Haug wird an dieser Großveranstaltung teilnehmen und mit Schülerinnen und Schülern aus ganz Nordrhein-Westfalen diskutieren.
"Um den Dialog mit der Jugend Europas zu fördern und um Europa für die Jugend Wirklichkeit werden zu lassen, bin ich in den nächsten Wochen bei vielen Schulveranstaltungen in der Region vor Ort" so Jutta Haug. Sie betont abschließend: "Nur mit unser aller Unterstützung wird dazu beigetragen, dass Europa für die Bürgerinnen und Bürger greifbar wird".

Stadtspiegel Gelsenkirchen-Buer, 21.03.07



14.03.2007

Sprechstunde mit Haug und Ruhkemper

EU-Abgeordnete stellt das Europaspiel vor


Die sozialdemokratische EU-Abgeordnete Jutta Haug und die Landtagsabgeordnete Cornelia Ruhkemper (SPD) laden die Bürgerinnen und Bürger zu einer gemeinsamen Sprechstunde ein. Sie findet statt am Freitag, 23. März, von 14.00 Uhr bis 15.45 Uhr im Ernst-Wilczok-Haus, Osterfelder Str. 23 in Bottrop.
An diesem Nachmittag sind insbesondere die Lehrer und Lehrerinnen der Klassen 4-6 zum Gespräch eingeladen, denn vorgestellt wird auch das Europaspiel, kostenloses Arbeitsmaterial der Europäischen Kommission für den Unterricht. Interessierte Bürger könne sich unter 02041/186410 anmelden.

WAZ, Bottrop, 14.03.2007



08.03.2007

Brustzentren - Anspruch und Wirklichkeit im Kreis Recklinghausen

Alle neun Minuten erkrankt in Deutschland eine Frau an Brustkrebs, jede halbe Stunde stirbt eine Frau daran. Grund genug für Europaabgeordnete Jutta Haug zu einer Podiumsdiskussion ins Schloss Herten einzuladen.


Dr. Abdallah Abdallah, leitender Arzt der Abteilung Senologie (Lehre von der Brust und ihren Erkrankungen) des Marienhospitals in Herne, erklärte, dass demnächst vier Brustzentren im Kreis entstehen sollen. Das sind Krankenhäuser oder Abteilungen oder auch ein Zusammenschluss mehrerer Einrichtungen, in denen ausschließlich senologisch gearbeitet wird. Erfüllt ein Brustzentrum gewisse europäische Leitlinien, so kann es zertifiziert werden. Dies wird bei dem Herner Marienhospital in rund sechs Wochen der Fall sein. "In Europa hinken wir hinterher, in Deutswchland ist Nordrhein-Westfalen jedoch Vorreiter", erklärte Reni Wolf. Sie ist Hebamme und lässt sich zur Brutspflegeexpertin qualifizieren. Die möglichen Standorte sind: die Paracelsus Klinik in Marl, das St. Vincens in Datteln sowie Prosper und Knappschaft in Recklinghausen.

Stadt/Kreisspiegel Recklinghausen, 08.03.2007



08.03.2007

Diskussion mit zwei Europaabgeordneten

Auf Einladung zweier Europaabgeordneten waren die Sünninghausener SPD-Mitglieder Werner Pötter und Peter Kwiotek in Straßburg.


Sünninghausen. Auf Einladung der Europaabgeordneten Jutta Haug und Bernhard Rapkay nahmen kürzlich Peter Kwiotek und Werner Pötter vom SPD-Ortsverein Sünninghausen an einer Studienreise nach Straßburg teil. Themen der Studienreise waren eine Einführung über die Europäische Union, Chancengleichheit, die Parlamentarische Gesellschaft Straßburg sowie Gespräche mit den heimischen Europaabgeordneten. Auch eine Stadtrundfahrt unter fachkundiger Führung durch Straßburg stand auf dem Programm. Oeldes Stellvertretender Bürgermeister Peter Kwiotek sprach mit Jutta Haug und Bernhard Rapkay auch über lokale Themen wie das Interregionale Gewerbegebiet Aurea und Oelde als Wirtschaftsstandort. Die Europapolitiker nahmen die Einladung von Kwiotek an, sich demnächst in Oelde zu treffen.

Die Glocke, Oelde, Lokalseite, 08.03.2007



07.03.2007

Chancengleichheit auf gesetzlichem Weg

ASF-Vorsitzende Haug: Freiwilligkeit reicht nicht


"In Deutschland waren wir schon einmal weiter, als wir es jetzt sind", erinnert sich Jutta Haug (SPD), Europaabgeordnete und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) im Kreis RE.

Anlässlich des internationalen Frauentages am 8. März und des "Jahres der Chancengleichheit für alle" weist die Hertener Politikerin auf folgende Fakten hin: Fast 60 Prozent der Abiturienten sind heute Mädchen. Diese haben die besseren Noten und in der Regel auch den besseren Abschluss an der Uni. "Im Beruf bildet sich diese Entwicklung aber nicht ab", so Haug. "Weder in der Wirtschaft noch an Universitäten sind Frauen entsprechend ihrer Qualifikation repräsentiert". Weniger als zehn Prozent der C4-Professuren würden mit Frauen besetzt. Unter den 100 größten Unternehmen gebe es nur eine Frau in einem Vorstand (Bahn AG), bemängelt die Europaabgeordnete. "Freiwillige Vereinbarungen helfen uns in der Wirtschaft nicht weiter, auch da ist ein Gesetz zur Chancengleichheit notwendig." Ein weiteres Thema, das den ASF-Frauen auf den Nägeln brennt, ist die Tatsache, dass Frauen im Durchschnitt 15 Prozent weniger verdienen als Männer. "Eine Frau, die Vollzeit arbeitet, muss von dieser Arbeit leben können, ohne Zusachüsse vom Sozialamt oder von ihrem Mann zu bekommen", fordert Haug. Gerade Frauen seien häufig von Niedriglöhnen betroffen - ein Grund mehr für die ASF-Frauen, sich für Mindestlöhne auszusprechen. In diesem Zusammenhang sehen die Politikerinnen die Diskussion um die Unterbringung von Kindern in Kindertagesstätten und Ganztagsschulen. "Wir wollen bestimmt niemandem etwas vorschreiben, aber jede Frau muss Wahlfreiheit haben", fordert Haug energisch. In den älteren Generationen blieben noch viele Mütter zu Hause, heute sei das anders. Damit sich wirklich etwas tut, vermisst Haug noch eine wichtige Entwicklung: "Es ist seltsam, am internationalen Frauentag über Männer zu reden. Aber auch die müssen ihr Bewusstsein ändern und ein anderes Rollenverständnis entwickeln". Dafür gebe es gute Aussichten: Möglicherweise könne man junge Väter ja über die Einführung des Elterngeldes dazu bekommen, sich stärker in der Familie zu engagieren.

Hertener Allgemeine, Verlag Bauer, Aus der Region, 07.03.2007



06.03.2007

"Mindestlöhne helfen Frauen" Geld für Projekte

Die EU hat 2007 als "Europäisches Jahr der Chancengleichheit für alle" ausgerufen.


"Wir haben mit dem Antidiskriminierungsgesetz jetzt einen guten Rechtsrahmen für Chancengleichheit, viele Menschen sind aber unzureichend darüber informiert. Das soll sich ändern", sagt die Europaabgeordnete Jutta Haug. Rund 15 Mio Euro werden aus dem EU-Haushalt für europaweite, aber auch nationale, regionale oder lokale Aktivitiäten zum Themenbereich Diskriminierung/Gleichstellung bereitgestellt.

Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist für Jutta Haug ein wichtiger Teilaspekt im "Jahr der Chancengleichheit". Denn: "Was dieses Thema angeht, sind Deutsche und Österreicher in der EU die letzten im Konzert", weiß sie. Auch 50 Jahre nach Unterzeichnung der Römischen Verträge, sei man vom darin festgeschriebenen Grundsatz "Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit" noch weit entfernt. "Frauen bekommen für die gleiche Arbeit vielfach bis zu 15 Prozent weniger als Männer", so die Sozialdemokratin.

Und: "Obwohl das Bildungsniveau von Frauen seit den 60er Jahren kontinuierlich gestiegen und nun höher als das der Männer ist, gibt es kaum Frauen in Führungspositionen", erklärt Haug. Dagegen gebe es viele Arbeitnehmerinnen, die mit "ihrem Einkommen kaum auskommen". Verkäuferinnen oder Friseurinnen beispielsweise verdienten trotz Vollzeitjob oft so wenig, dass sie die eigene Existenz nicht sichern könnten - geschweige denn die einer Familie.

Die Europaabgeordnete fordert daher Branchenmindestlöhne und ein Gleichstellungsgesetz für die Wirtschaft. Außerdem müssten wesentlich mehr Kinderbetreuungsplätze geschaffen werden. Die Wirtschaft müsse ihren Teil zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie beitragen - z.B. durch Betriebskindergärten oder Kinderbetreuungszuschüsse für Mitarbeiter.

"Wichtig ist auch, dass wir die leidige Rabenmutter-Diskussion endlich für erledigt erklären und dass wir bei Männern mehr Bewusstsein dafür schaffen, dass Frauen und Männer beides können - arbeiten und Kinder versorgen bzw. einen Haushalt führen", so Jutta Haug. amü

Die Zuteilung von Projektgeldern erfolgt über das Bundesministerium für Familien. Interessierte Gruppen, etc. können dort Anträge einreichen. Infos auch unter: http://ec.europa.eu-social/eyeq

WAZ Marl, Lokal, 06.03.2007



03.03.2007

Geballte Kompetenz im Kampf gegen Brustkrebs

Als der Arzt Dr. Abdallah Abdallah Anfang der 90er Jahre seine Stelle in Duisburg antrat, erlebte er eine Überraschung:


"Innerhalb von drei Monaten sah ich so viele Brustkrebserkrankungen wie in der ganzen Zeit zuvor nicht." Duisburg war damals Vorreiter für eine neue Behandlungsform: das Brustzentrum. -
In einem Brustzentrum werden alle Erfahrungen und Kompetenzen im Bereich der Brusttumore gebündelt, um den Patientinnen eine möglichst umfassende Behandlung zu gewährleisten, angefangen von Operationen bis hin zur psychosozialen Betreuung.
Ein solches Zentrum solle auch im Kreis Recklinghausen entstehen, berichtet die Europaabgeordnete Jutta Haug, die zu einer Infoveranstaltung unter dem Motto "Brustzentren - Anspruch und Wirklichkeit in der Region" ins Hertener Schloss eingeladen hatte. Einen Termin für die Zertifizierung und genauere Angaben zu den Abteilungen, die sich zusammenschließen, gibt es allerdings noch nicht. Auf die Dauer sollen in NRW flächendeckend Brustzentren entstehen, um jeder Frau die bestmögliche Behandlung zu sichern, so die Landtagsabgeordnete Inge Howe.
Im internationalen Vergleich stehe Deutschland nicht besonders gut da, wenn es um die Diagnose und Behandlung von Tumoren in der Brust geht, berichtet Howe weiter. Die Zahl der Erkrankungen, erklärt Dr. Abdallah, leitender Arzt des Brustzentrums am Marienhospital in Herne, nehme in den letzten Jahren kontinuierlich zu. Das soll sich ändern.
Um eine bessere Diagnose zu gewährleisten, wird in der nächsten Zeit ein so genanntes Flächenscreening gemacht, so Haug. Dabei werden alle Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren angeschrieben und zur Mammographie eingeladen. In zwei Jahren ist eine weitere Untersuchung geplant, um die Ergebnisse vergleichen und die Entwicklung der Brust beobachten zu können.
Das Thema Brustkrebs wird in der Bevölkerung nach wie vor verdrängt, stellt Dr. Abdallah fest. Nur 47 Prozent der Frauen gehen zu Vorsorgeuntersuchungen, die wenigsten tasten regelmäßig ihre Brust ab. "Die Leute untersuchen sich nicht, aus Angst etwas zu finden!" Bei aller Angst gilt aber immer noch: Einen Tumor muss man so früh wie möglich finden, da sind sich alle Experten einig. Und der sicherste Weg dazu ist das Abtasten. Jeden Monat.

Recklinghäuser Zeitung, Emscher-Lippe-Region, Redakteurin Hannah Iserloh, 03.03.2007



03.03.2007

EU-Politiker vor Ort

"Das erste Mal habe ich einen Unternehmer getroffen, der bedauert hat, dass ein Gesetz mit zwei Jahren Verspätung gekommen ist.


Das finde ich sehr positiv", sagte Jutta Haug von der PSE (Sozialdemokratische Fraktion im Europäischen Parlament) mit Blick auf die Richtlinien zu Siedlungsabfällen. Und Ludger Rethmann hatte tatsächlich nichts, was er den Europa-Politikern als Mahnung oder Anregung mit nach Brüssel mitgeben wollte: "Viele Dinge sind auf dem Weg wie etwa die Bioabfallverordnung", bilanzierte er zufrieden. Für seine Unternehmens-Gruppe sei es jedenfalls sehr wichtig, dass über die EU neue Gesetze wie die Elektro- und Altfahrzeug-Richtlinien vorangetrieben werden. "Eigentlich war Deutschland früher Vorreiter. Heute kommen 70 bis 80 Prozent über die EU."

Dass auch der PSE-Abgeordnete Bernhard Rapkay das ihm schon bekannte Lippewerk besuchte, hatte vor allem einen Grund: "Man versucht immer das, was man politisch entscheidet, sinnvoll dort zu verifizieren, wo Menschen leben und arbeiten und damit umgehen müssen." Und während Jutta Haug einen Schwerpunkt im umweltpolitischen Bereich habe, komme er "eher von der ökonomischen Seite". Im Ergebnis waren sich beide EU-Politiker jedoch einig: Sie zeigten sich beeindruckt von dem, was sie an Europas größtem Zentrum für Kreislaufwirtschaft zu sehen und zu hören bekamen. "Erstes Ziel ist es natürlich, dass Abfall vermieden wird", sagte Haug angesichts der bevorstehenden Novellierung der Abfall-Rahmenrichtlinien. "Das zweite Ziel ist es jedoch, möglichst viel wiederzuverwerten. Und hier haben wir ein Unternehmen, dass das ausgiebigst tut."

WAZ Lünen,Lokales, 03.03.2007



27.02.2007

Dialog mit den Bürgern

dah- Kreis Warendorf. Das Leben in ganz Europa ist sehr stark von der EU geprägt, dennoch ist bei vielen Menschen Europa noch nicht in den Köpfen angekommen.


Für viele gibt es noch eine doppelte Kontoführung: Misserfolge werden oft der EU zugeschrieben und Erfolge national gewertet, sagte Jutta Haug, Mitglied des Europaparlaments auf der Informationsveranstaltung der SPD zur Europapolitik. Wir müssen weg von der negativen Einstellung zu Europa. Vielmehr müssen die Menschen in Deutschland einsehen, dass wir die Politik der EU nicht erleiden, sondern selbst mitgestalten, so die Expertin weiter.
Als Grund für das recht negative Bild der EU sieht Haug vor allem die Undurchdringlichkeit der Zuständigkeiten. Eine schärfere Abgrenzung in diesem Bereich, die durch eine Europaverfassung ermöglicht würde, könnte ihrer Meinung nach das Gefahrenbild entmachten. Eine größere Transparenz könnte helfen, den Bürgern zu zeigen, was die EU für den Kreis Warendorf bringt.
Weiteres Thema der Veranstaltung war das neue Grundsatzprogramm der SPD, der Bremer Programmentwurf. Dieser war Anfang 2007 von der Bundes-SPD beschlossen worden und soll die Grundlage für ein Jahr des Dialogs und der Diskussion bilden. In dieser Grundsatzprogrammdebatte geht es um die Bedeutung der sozialen Demokratie im 21. Jahrhundert. Themenschwerpunkte bilden die Globalisierung und Digitalisierung der Gesellschaft, ebenso wie ökologische, soziale und ökonomische Aspekte. Dieses neue Programm ist auch Thema für die SPD im Kreis Warendorf, die dazu eine Arbeitgruppe eingerichtet hat. Wir werden unsere Schwerpunkte positionieren, sagte Bernhard Daldrup, SPD-Kreisvorsitzender. Allerdings will die SPD auf Kreisebene nicht nur innerparteilich über den Bremer Entwurf sprechen, sondern auch die Bürger des Kreises mit einbeziehen.
Dazu werden mehrere Veranstaltungen stattfinden, die dies ermöglichen. Einen Höhepunkt in der Programmdiskussion wird der Besuch des Parteivorsitzenden Kurt Beck, am 12. Mai in Ahlen bilden.

Westfälische Nachrichten (Kreis Warendorf), 27.02.07



24.02.2007

Hier riechts leckerer

Es gibt Gesetze, die Kompliziertes vereinfachen.


Von Reach etwa, der Reform der Chemikalienpolitik in der Europäischen Union, heißt es, es löse 40 bisherige Gesetze ab. Welche konkreten Folgen das für ein Unternehmen wie LR Health & Beauty Systems hat, welche Vor- und welche Nachteile, das wollte ein Mitglied des verantwortlichen Europa-Parlaments gestern im Olfetal wissen. Jutta Haug (SPD) war mit ihren Genossen Annette Watermann-Krass und Kreis-Landtagskollege Thomas Trampe-Brinkmann zu LR-Chef Nigel Mould und dessen Kosmetik-Entwickler Dr. Raimund Lierhammer gekommen.
Der vorherrschende Eindruck beim Ruhrpottkind Haug? Es riecht hier viel leckerer, als man das sonst mit chemischer Industrie in Verbindung bringt, meinte die Parlamentarierin schmunzelnd nach einer ausführlichen Betriebsbesichtigung. Und wurde noch einige Worte der Anerkennung für ein wirklich beeindruckendes Unternehmen wie LR an Nigel Mould los.
Der hatte nach eigenen Angaben die Gelegenheit der Stippvisite genutzt, um aus Sicht des Unternehmens über Reach zu sprechen. LR stelle zwar keine chemischen Substanzen her, setze aber in seinen Rezepturen welche ein. Deshalb sei der Konzern von der Neuregelung mit betroffen. Denn LR sei Kunde von Zulieferern, die die Kosten für die vorgeschriebene Registrierung der Chemikalien weitergeben.
Allerdings sei das Thema nicht neu im Haus. Von den rund 1700 Stoffen, aus denen LR-Produkte entstehen, grenzte Raimund Lierhammer knappe 150 als potenziell riskant ein das aber nur bei unsachgemäßem Gebrauch. Den könne und wolle man sich als Kosmetikhersteller natürlich nicht erlauben, so Lierhammer weiter. Von der Rohstoffanlieferung bis zur Herstellung beprobe man alles fortlaufend mehrfach. Qualität sei Maxime.
Überhaupt unterliege man ja den strengen Richtlinien für die Herstellung von Kosmetika. Und Nigel Mould fügte an, dass LR noch nie ein Produkt habe zurückrufen müssen, wie es Jutta Haug bei anderen Industrien als Beispiel für die Notwendigkeit von Reach angeführt hatte. Damit sei, schlussfolgerten die beiden Landtagsabgeordneten, das neue EU-Gesetz auch eine Einrichtung zum Schutz der Verbraucher.

Quelle: Ahlener Zeitung (Ahlen), 24.02.2007



06.02.2007

Gift und Gebühren wecken Interesse am Müll

Jutta Haug (SPD) informiert in neuer Broschüre über die EU-Abfallpolitik.


KREIS RECKLINGHAUSEN. Was wissen die Bürger, was weiß die Partei über die Abfallpolitik der Europäischen Union? -

Diese Fragen haben die Hertener EU-Abgeordnete Jutta Haug gemeinsam mit der Fraktion der SPE (Sozialdemokratische Partei Europas) dazu bewogen, eine neue Broschüre zum Thema "Abfallpolitik - Instrument nachhaltigen Wirtschaftens in Europa" auf den Weg zu bringen. "Sicherlich finden sozialdemokratische Ideen ihren Niederschlag darin", so Haug bei der Vorstellung des 39-seitigen Heftes. "Wir sehen aber nicht alles durch die sozialdemokratische Brille." Also nicht nur eine Broschüre für Sozialdemokraten - sondern explizit für alle, die sich für das Thema interessieren.

Im Kreis sind das aktuell durch die geplante Verbrennung von 5000 Tonnen hochgiftigen Hexachlorbenzols (HCB) aus Australien im Hertener RZR sicherlich einige. Jutta Haug betrachtet die aktuelle Diskussion differenziert. Rein rechtlich sei an dem Import, wenn geltende Gesetze eingehalten würden, wohl nichts auszusetzen. "Für die Genehmigung ist die Bezirksregierung in Münster zuständig." Darüber hinaus bewertet die Hertenerin das umstrittene Geschäft so: Den Giftmüll hier in einer hochmodernen Anlage auf neuestem technischen Stand schadstofffrei zu verbrennen, sei allemal besser, als ihn auf einer Deponie irgendwo in Afrika abzukippen. Sicherlich werde man diskutieren müssen, ob es sich ein Land wie Australien, wenn es derartige Schadstoffe produziere, weiter leisten könne, diese nicht auch selbst zu entsorgen. "Jedes industrialisierte Land, das Schadstoffe produziert, sollte in der Lage sein, die auch selbst zu entsorgen", so Jutta Haug. Schließlich berge ein Transport - von Australien nach Herten sind es ca. 16000 Kilometer - auch Gefahren. Die aktuelle Debatte zeige den Umgang mit dem Thema: "Beim Giftmüll und bei der Erhöhung von Müllgebühren interessieren sich die Menschen für Müll. Sonst eher weniger."

Mit der Broschüre, die vor dem Hintergrund der Revision der EU-Abfallrahmenrichtlinie in Brüssel in Angriff genommen wurde, will Haug Interesse wecken: Woher kommt der Müll, wohin geht er, was passiert damit, wie kann er vermieden werden, welche Gesetze gibt die EU vor, wie werden sie in nationales Recht umgesetzt. Und wie hängt alles zusammen? Antworten soll die Broschüre liefern. Eins sei beim Erarbeiten erneut deutlich geworden, so Jutta Haug, nämlich "dass wir Deutschen gar nicht so schlecht sind in Europa, was die Abfallpolitik angeht". Beispielsweise bei der Getrenntsammlung, dem Recyceln oder dem seit Januar geltenden Gesetz, dass kein Hausmüll mehr deponiert werden darf. Einzig die Skandinavier hätten in einem Punkt die Nase weiter vorn, so Haug: bei der Abfallvermeidungsquote. Das liege aber wohl auch daran, dass 25 Millionen Skandinavier weniger Abfall produzieren als 82 Millionen Deutsche.

Die kostenlose Broschüre wird auf schriftliche Anforderung zugeschickt. Bestellung per E-Mail: Europabuero@jutta-haug.de oder per Fax: 02361/14018. -

Recklinghäuser Zeitung, Verlag Bauer, Recklinghausen / Emscher-Lippe, Redakteurin Danijela Budschun, 06.02.2007



03.02.2007

Morgens Abgas, abends Arras

Europa-Frau Jutta Haug zu Gast beim Freundeskreis


Morgens noch in Brüssel, abends schon im Hof Wessels: Als Europaabgeordnete leistet Jutta Haug (SPD) auch Arbeit an der Basis. Sie berichtet den Arras-Freunden von ihren Pflichten als gewähltes Mitglied im Europäischen Parlament.

Die Umwelt ist momentan ihr brennendstes Thema. Weil sie dem Umwelt-Ausschuss angehört, kann Jutta Haug aus dem klimatischen Nähkästchen plaudern. Mit ihren europäischen Kollegen feilt sie derzeit an einem neuen Gesetzesentwurf. Der soll die Auto-Industrie dazu verpflichten, die Abgas-Emissionen zu senken. Vor allem von deutscher Seite werde dagegen heftig Lobby-Arbeit geleistet: "Die Ökonomie wird gegen die Ökologie ausgespielt", meint Haug. Sie sieht ihre Aufgabe in der "Verzahnung" der beiden Bereiche. Rund 20 Mitglieder der Arras-Freunde sind auf ihrer Seite. Sie wollen wissen, ob sie sich außerhalb der EU Verbündete gesucht hat. "Natürlich", sagt Jutta Haug und nennt als Stichwort "Kyoto". Auch mit weltweit präsenten Umweltverbänden arbeite ihr Ausschuss eng zusammen. Bis zum Sommer will er den Gesetz-Entwurf gegen Abgase vorlegen. Dann geht er in die erste Lesung ins Parlament und anschließend in den Rat. Sollte es Unstimmigkeiten geben, wiederholt sich das Prozedere - bis zum Vermittlungsverfahren, ganz wie auf Bundesebene. Der Rat als Vertretung der Staatsregierungen kann übrigens überlegen, so lange er will: "Das ist eine große Lücke", sagt Jutta Haug. So hätten Gesetzgebungsverfahren schon zwölf Jahre gedauert. Für ihren Antrag ist sie optimistisch: "In Sachen Umwelt wird man sich meistens schneller einig.

Zeitungshaus Bauer, Hertener Allgemeine, Lokalseite, Redakteurin Stefanie Hasler, 03.02.2007



23.01.2007

Europa kommt in die Schulen

Hautnah spürten die Schüler der Ückendorfer Gesamtschule gestern, dass Deutschland für das nächste halbe Jahr die EU-Ratspräsidentschaft inne hat.


Die Unesco-Schule gehörte zu den Aktionsschulen des deutschlandweiten EU-Projekttages und bekam Besuch von der Europaabgeordneten Jutta Haug. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel tauschte gestern Kanzleramt mit Klassenzimmer.

In Ückendorf hatten die Schüler aus den Jahrgängen 7 bis 12 für die für die Emscher-Lippe-Region zuständige Europaabgeordnete aus Recklinghausen ein Programm vorbereitet. So präsentierten die Jüngeren einen Gedichtvortrag und ein inszeniertes Quiz, während die Älteren bei Diskussionsrunden mit Jutta Haug Europapolitik und den Alltag im Europaparlament diskutierten. "Ziel des EU-Projekttages ist es, das Interesse der Schüler an der Europäischen Union zu wecken", so die SPD-EU-Abgeordnete. Angesichts wachsender Skepsis auch Jugendlicher gegenüber Europa sei es wichtig, eben auch Schülern zu zeigen, "dass Europa jede Menge Möglichkeiten bietet".

WAZ, Lokales / Buer, 23.01.2007



23.01.2007

Ein Joker im Europa-Quiz

Europaabgeordnete Jutta Haug (SPD) stellt sich an der Gesamtschule Ückendorf den Fragen der Jugendlichen.


Mit Fragen hielten die Jugendlichen der Gesamtschule Ückendorf beim Besuch ihrer Europaabgeordneten nicht hinterm Berg. Doch selbst Jutta Haug, schon seit 1994 im EU-Parlament, musste einmal passen - als es um die offiziellen Farben der venezianischen Gondeln ging.
"Weiß", tippt die Hertenerin, als sie während des Europa-Quiz-Spiels der Oberstufe als Joker eingesetzt wird. "Falsch", kommentiert daraufhin der junge Nachwuchs-Jauch am Mikrofon - die Gondeln in Venedig sind schwarz.
Alle anderen Fragen beantwortet die 55-Jährige sicher - selbst, als es um den umstrittenen Türkei-Beitritt geht. "Ich persönlich denke, dass man die Europäische Union nicht beliebig geografisch und bevölkerungsmäßig erweitern sollte. Manchmal ist es besser, eine gute Nachbarschaft mit diesen Ländern zu pflegen", sagt die Politikerin, als sie von einer Schülerin gefragt wird. Offiziell jedoch, so Jutta Haug, sei die Türkei bereits als mögliches Beitrittsland anerkannt: "Da zählt meine persönliche Meinung nicht."
Viele der Gesamtschüler haben einen Migrationshintergrund, fühlen sich dennoch als Deutsche und sogar als Europäer: "Ich bin in Gelsenkirchen geboren - und in Ückendorf bin ich nur ein Kanake, in der Türkei nur eine Deutsche", beschreibt ein vorgetragenes Gedicht das Dilemma, in dem viele der Jugendlichen heute stecken. Die Heimat der Vorfahren ist zu weit weg - und hier wird man oftmals immer noch nicht anerkannt. "Dabei seid Ihr das neue Gesicht von Europa und Deutschland", ermutigt Jutta Haug ihre jungen Zuhörer. Und die haben ganz konkrete Vorstellungen davon, was sie sich unter Europa vorstellen: "Es gibt hier so viele Gemeinsamkeiten, aber auch so große Vielfalt - da ist es schwer, alle unter einen Hut zu bringen", sagt ein Schüler und trifft damit genau den Nerv der aktuellen Diskussionen um eine neue europäische Verfassung. Die Europaabgeordnete der Sozialdemokraten zeigt sich beeindruckt vom Interesse der Gesamtschüler - die Jugendlichen haben den "EU-Projekttag" wochenlang vorbereitet. Der Tag ist eine von vielen Aktionen, die während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft für Aufmerksamkeit sorgen sollen. Da gibt es sogar ein Lob der Europapolitikerin in Richtung der aktuellen EU-Ratspräsidentin und Bundeskanzlerin: "Angela Merkel ist eine gute Europäerin." Vom Projekttag haben jedenfalls alle Beteiligten profitiert: Die Gelsenkirchener Schüler haben noch mehr über Europa erfahren - und Jutta Haug kennt nun auch die offizielle Farbe der venezianischen Gondeln.

Recklinghäuser Zeitung, Recklinghausen / Emscher-Lippe, Redakteur Tobias Ertmer, 23.01.2007






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Warum die SPD in Europa für Steuergerechtigkeit eintritt.


EU-Kalender Wochentext

Die Europäische Zentralbank

Die Europäische Zentralbank (EZB) mit Sitz in Frankfurt ist die Zentralbank für die gemeinsame europäische Währung, den Euro. Ihre Hauptaufgabe ist es, die Kaufkraft des Euro und somit Preisstabilität in der Euro-Zone zu gewährleisten. Das Euro-Währungsgebiet setzt sich aus den 16 Ländern der Europäischen Union zusammen, die den Euro seit 1999 eingeführt haben. Sie beschließt außerdem die Geldpolitik der Gemeinschaft, führt Devisen-Geschäfte aus, sorgt für den reibungslosen Zahlungsverkehr und verwaltet die Währungsreserven der Mitgliedsstaaten.

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