Familie und Leben



Zu jeder Zeit meines Lebens war Familie mir wichtig. Kraft, Mut und Energie habe ich immer in meiner Familie getankt, ob in meiner Ursprungsfamilie oder in meiner eigenen Haug-Familie. Nie gab es einen Gegensatz zwischen innerem Familienleben und öffentlicher Arbeit.

Ich bin in einem politisch orientierten und politisch arbeitenden Elternhaus aufgewachsen. Für mich war immer klar, dass man sich einmischen, sich engagieren muss, um das Zusammenleben in und von Gruppen im eigenen Sinne mitzugestalten. Die Rolle auf der Tribüne war nie meine.
Als Kind und Jugendliche war ich Klassen- und Schulsprecherin. Da war der Schritt, im Januar 1969 in die SPD einzutreten, nur ein logischer. Meinem Vater, der engagierter Sozialdemokrat war, verdanke ich mein politisches Bewusstsein und meine Fähigkeit zur Auseinandersetzung. Er hat uns Kinder – ich habe eine jüngere Schwester und einen jüngeren Bruder – nie mit Liebesentzug bestraft, wenn wir – in teils heftigen – Diskussionen anderer Meinung waren als er. Meiner Mutter, ebenfalls Sozialdemokratin und eine der Gründerinnen der ASF in Deininghausen, verdanke ich mein gleichstellungspolitisches Engagement, meine sozialen Fähigkeiten und meine Fähigkeit zur Empathie.

Dass ich recht früh, nicht einmal volljährig – damals wurde man dies erst mit 21 – geheiratet habe und dass etwas mehr als ein Jahr später unsere erste Tochter geboren wurde, kann ich nur als wunderbare Fügung empfinden. Hat es doch dazu geführt, dass unsere drei Kinder einer notwendigen Rundum - Betreuung längst entwachsen waren, als ich meine Arbeit als Abgeordnete des Europäischen Parlaments aufnahm.

Mein Mann war von Beginn an mein Gesprächspartner auch in politischen Zusammenhängen. Er hat mich gestärkt und manchmal, wenn der Frust in den Hertener Anfängen riesengroß war, bei der Stange gehalten. Es war wichtig für mich, dass mein Familienleben zwar nicht immer reibungslos verlief, aber insgesamt gut funktioniert hat. Und es ist wichtig für mich, dass meine Kinder gut fanden und finden, was ich tue und wie ich Politik mache, auch wenn kritische Debatten zum Familienleben gehören. Und dass das auch für meine Geschwister, meine Nichten und Neffen und für unsere Schwiegerkinder und Enkelkinder gilt, macht mich froh und glücklich.

Meine Familie lebte und lebt, lange bevor ich das auf europäischer Ebene oft gebrauchte Wort überhaupt kannte: kohärent.

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Warum die SPD in Europa für Steuergerechtigkeit eintritt.


EU-Kalender Wochentext

Subsidiaritätsprinzip

Eines der zentralen Prinzipien der EU ist das der Subsidiarität, nach dem die dazu fähige (lokale, regionale, nationale, europäische) Einheit zum Handeln aufgefordert wird. Entscheidungen müssen möglichst auf bürgernaher Ebene getroffen werden. Mit dem Vertrag von Lissabon wird die Subsidiarität nun zusätzlich gestärkt. Das zeigt sich durch ein eigenes Protokoll, das die Kommission mit Kontrollmöglichkeiten der nationalen Parlamente ausstattet, mittels derer die Kommission das Handeln selbiger überprüfen muss. Die Gefahr eines europäischen „Superstaats“ wird so noch stärker unterbunden.

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