Kultur und Bildung


Kultur - die Hefe im Teig


Von Johannes Rau stammt die Feststellung: "Kultur ist nicht die Sahne auf dem Kuchen, sondern die Hefe im Teig."
Dieses Bonmot bringt sehr viel besser zum Ausdruck, welche Bedeutung der Kultur beizumessen ist, als die eher nüchterne Aussage, dass Kultur ein Bestandteil menschlichen Lebens ist, ohne den menschliches Dasein letztlich nicht denkbar ist.
Ja, Kultur ist, wie der ganze Mensch lebt. Und deshalb haben Kunst, Kultur und auch Kulturpolitik einen hohen Stellenwert in der menschlichen Gesellschaft. Kunst und Kultur fügen dem Produktions- und Dienstleistungssektor, von dem wir in der Wirtschaft sprechen, gleichsam einen  "Sinnleistungssektor" hinzu, der unverzichtbar ist, wenn wir uns als Individuum in der Gesellschaft zurechtfinden wollen.

Kultur-Highlights in der Region

Die Arbeit formt den Menschen, sicherlich, aber insbesondere die Kultur. Arbeit und Kultur, beide zusammen prägen gerade unsere Region. Harte Arbeit in der weltweit dichtesten Kulturlandschaft, das war und ist immer noch ein Charakteristikum des Ruhrgebiets. Und in diesem Kulturraum zwischen Duisburg und Dortmund Bild "neu2_klein.jpg" brauchen sich das nördliche Ruhrgebiet und die Emscher-Lippe-Region wahrlich nicht zu verstecken. Wir haben keinen Grund, uns in kulturellen Fragen in die Defensive zurückzuziehen. Die Kulturszene bei uns ist eindeutig spitze, und es ist obendrein schön, dass wir auch eine Kulturbreite haben. Bei uns ist für jeden etwa dabei.


  • Ich bin mit dem Westfälischen Landestheater WLT in Castrop-Rauxel groß geworden.
  • Das Musiktheater im Revier MiR mit seinen ambitionierten Inszenierungen findet auch über die Landesgrenzen hinweg große Beachtung.
  • Mit den Ruhrfestspielen in Recklinghausen haben wir ein kulturelles Highlight, das einst aus der (über-) lebenswichtigen Beziehung von Kohle und Kunst, Arbeit und Kultur entstand.
  • Inzwischen strahlt der Mond von Wanne-Eickel auf einen Palast im gleichnamigen Ortsteil von Herne: auf den Mondpalast.
  • Das Klavier-Festival Ruhr schätzt insbesondere die kleinen, aber feinen Spielstätten in den Schlössern von Herten und Horst.
  • Hätte der Bauhauskünstler Josef Albers seinen Geburtsort Bottrop vergessen, gäbe es heute nicht das Bottroper Quadrat, das als Museum Kunstwerke von Weltbedeutung zeigt.
  • Wir haben zahlreiche weitere Museen mit vielfältigen Sammlungsschwerpunkten. Das Römermuseum in Haltern, das Ikonenmuseum in Recklinghausen, das Skulpturenmuseum in Marl, die Liste bedeutender Museen ist lang und - wie hier - meist unvollständig.
  • Das Grimme-Institut sorgt mindestens einmal im Jahr dafür, dass kulturschaffende Medienmacher gebannt nach Marl schauen, um einmal bei der Verleihung des Grimme-Preises mit dabei zu sein.
  • Fast hätte ich die vielen Künstlerbünde vergessen, die es in den verschiedenen Städten der Region gibt.

Förderung der Kultur

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. (Karl Valentin)
Und diese Arbeit muss auch honoriert und bezahlt werden. Ich setze mich als Mitglied des Haushaltsausschusses im Europäischen Parlament dafür ein, dass ausreichende Finanzmittel für die Durchführung von Kulturprogrammen zur Verfügung stehen.

Was will ich erreichen?

  • Ich will, dass richtungsweisende Kulturevents gefördert werden, bei denen Kunst nicht nur ein Spiegel ist, den man der Wirklichkeit vorhält, sondern ein Hammer, mit dem man Wirklichkeit gestaltet.
  • Ich will, dass in Europa der internationale Kulturaustausch nichts Exotisches ist, sondern etwas Selbstverständliches wird, weil Kulturaustausch Völkerverständigung ist.
  • Ich will, dass Kultur im Kleinen, im regionalen Maßstab groß wird, weil gerade die regionale Kultur Lebensmöglichkeiten für viele Künstler, Veranstalter, Techniker, Drucker und - nicht zu vergessen - Gastronomen schafft.

Über den Tellerrand hinaus

Als Europaabgeordnete setze ich mich für die Begegnung verschiedener Kulturen ein. Kulturen tauschen sich ganz wesentlich über Sprachen aus. Deshalb liegt mir sehr viel an einer guten und dauerhaften Arbeit des Straelener Übersetzerzentrums, in dem kompetente Sprachwissenschaftler deutsche Literatur in ihre Muttersprachen übersetzen.

Bildung tut Not

Kultur geht mit Bildung einher. Wir müssen verstärkt in Bildung investieren, nicht nur, um unser wirtschaftliches Niveau zu halten, sondern vor allem, um nicht unser kulturelles Niveau zu verlieren. Es geht nicht nur darum, unsere wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu festigen oder wieder herzustellen, es geht vor allem um eine umfassende Bildung, die die Menschen in die Lage versetzt, demokratisch teilzuhaben an Beruf und in Gesellschaft. Um Geist und Kreativität zu fördern, müssen wir verstärkt schon bei Kindern und Jugendlichen ansetzen. Neue Fähigkeiten im Bereich von Grundfertigkeiten, Sprachkenntnissen und digitaler Kompetenz, auch das lebenslange Lernen gilt es zu fördern, aber auch einzufordern. In der Strategie "Europa 2020" werden ehrgeizige Ziele im Bereich Bildung vorgeschlagen, so zum Beispiel, dass bis 2020 der Anteil der Schulabbrecher von derzeit 15% auf unter 10 % abgesenkt werden und gleichzeitig der Anteil der Bevölkerung im Alter zwischen 30 und 34, der ein Hochschulstudium abgeschlossen hat, von derzeit 31 % auf mindestens 40 % gesteigert werden sollte. Unter der Leitinitiative "Jugend in Bewegung" sollen die europäischen Bildungssysteme leistungsfähiger gemacht werden, Hochschulen modernisiert und den Jugendlichen der Eintritt in den Arbeitsmarkt erleichtert werden.

Das Gold Europas liegt nicht in der Erde, in Flüssen oder in europäischen Gesteinsformationen. Das Gold Europas liegt in den Köpfen seiner Menschen. Diese Erkenntnis hat in einigen Mitgliedstaaten Europas zu Konsequenzen in ihrer Schul- und Bildungspolitik geführt und das mit durchschlagendem Erfolg. Von diesen Staaten gilt es zu lernen.


Weitere Informationen:


> In der Europäischen Union neue Horizonte entdecken
(Tipps zu EU-Programmen und Praktikumsmöglichkeiten für junge Leute, 2008)


Websites:


> Die Europäische Union im Unterricht - Website der Europäischen Kommission mit Unterrichtsmaterialien für Lehrerinnen und Lehrer zum Thema Europa

Schulobstprogramm:

> Website der Europäischen Kommission zum Schulobstprogramm

> "Iss, trink und beweg dich"

(Website der Europäischen Kommission für Schülerinnen und Schüler)


> Website des Landes NRW zum Schulobstprogramm



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Warum die SPD in Europa für Steuergerechtigkeit eintritt.


EU-Kalender Wochentext

Subsidiaritätsprinzip

Eines der zentralen Prinzipien der EU ist das der Subsidiarität, nach dem die dazu fähige (lokale, regionale, nationale, europäische) Einheit zum Handeln aufgefordert wird. Entscheidungen müssen möglichst auf bürgernaher Ebene getroffen werden. Mit dem Vertrag von Lissabon wird die Subsidiarität nun zusätzlich gestärkt. Das zeigt sich durch ein eigenes Protokoll, das die Kommission mit Kontrollmöglichkeiten der nationalen Parlamente ausstattet, mittels derer die Kommission das Handeln selbiger überprüfen muss. Die Gefahr eines europäischen „Superstaats“ wird so noch stärker unterbunden.

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